Seehausen l Die Kommune und die Mitglieder des Waldbad-Fördervereins hoffen auf eine Zusage aus Berlin. Nur mit Mitteln eines vom Bund auferlegten Förderprogrammes ist es möglich, das sanierungsbedürftige Becken der Seehäuser Freizeitstätte auf Vordermann zu bringen. Bisher kam noch keine Antwort. Und ob dieses Jahr überhaupt noch eine Entscheidung getroffen wird, ist mehr als fraglich.

Das Spendenkonto des Waldbad-Fördervereins wächst derweil stetig. Bei der Vorstandssitzung am Montagabend (26. November) begrüßten die Mitglieder um Vorsitzenden Walter Fiedler in der Waldbad-Gaststätte ein Duo der Seehäuser Oldies. Vorsitzender Michael Wiesenberg und Kassenwart Bernhard Mittag berichteten vom beachtlichen Ergebnis ihres Benefizkonzertes für das Waldbad. Die Einnahmen der im September stattgefundenen Veranstaltung übergaben beide in Form eines symbolischen Schecks an den Vorstand: Die Summe von 475 Euro rundete die Oldie-Blaskapelle auf 500 Euro auf. Eine ganz starke Leistung! Zusammen mit einem Stand, den die Förderer dort selbst betrieben, wuchs bei diesem musikalischen Vorabend die Einnahmen-Seite für den Verein auf 770 Euro.

Hoher Spendenbetrag durch Stones-Coverband

Walter Fiedler berichtete am Montagabend noch von anderen Aktionen. So fand ein großes Benefizkonzert Ende August auf dem Areal des Naherholungszentrums statt, bei dem Seehausens Chef-Chirurg Michael Stachow mit den Mitstreitern seiner Band „Mick and Stones“ die Regie übernahmen. Die Coverband lockte über 800 Fans an, sorgte für einen unvergesslichen Abend. Ein grandioser Betrag von 5434,99 Euro konnte dem Spendenkonto gutgeschrieben werden. Der Vereinsvorsitzende zog auch ein mehr als positives Fazit von der „Schwimmlern-Aktion“. Personen, die im Waldbad einst das Schwimmen erlernten, wurden gebeten, sich mit zehn Euro zu beteiligen. Dieses spülte 1426,45 Euro in die Kasse. Das Konto der Förderer wuchs in den vergangenen Monaten auf eine Summe von mehr als 30 000 Euro an. Das macht den Verein sehr stolz.

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Gespannt wird die Entscheidung aus Berlin erwartet. „Wir haben noch keinen Bescheid über unseren Förderantrag, den wir zum 31. August ordnungsgemäß abgegeben haben“, informierte Fiedler die Vorstandsmitglieder. Die Vergabe-Kommission hätte noch nicht getagt. Die Verwaltung sei in Kontakt mit der zuständigen Stelle. Der Seehäuser Stadtrat einigte sich auf ein Projekt mit einem finanziellen Volumen von 1,5 Millionen Euro (bei 90-prozentiger Förderung) und bewarb sich damit beim Fördermittelgeber.

Die Hoffnung beruht auf das Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“, das Sport-, Jugend- und Freizeiteinrichtungen fördert. Auf der Internetseite des zuständigen Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung wird darüber informiert, dass sich die Frist für die Einreichungen von Projektskizzen um das Zeitfenster 23. November bis 19. Dezember 2018 erweitert. Kommunen, die bereits eine Projektskizze eingereicht haben, wie Seehausen, müssen sich nicht erneut bewerben. Die Projektskizzen vom August 2018 gelten fort. Das heißt jedoch im Umkehrschluss, dass eine Entscheidung wohl in diesem Jahr nicht mehr fallen wird.