Osterburg l Im Auftrag der Einheitsgemeinde richtete ein Tiefbauer die Strecke so her, dass sie von Anwohnern auch begangen werden kann. Zuvor hatte der Eigentümer des angrenzenden Grundstückes bereits den grobkörnigen Kies beräumt. Den hatte er dort aufgebracht, um dem verwahrlosten Streifen zu einem vernünftigen Aussehen zu verhelfen.

Bei einigen Anwohnern war diese Aktion allerdings auf Kritik gestoßen. Denn der grobkörnige Kies machte es faktisch unmöglich, den Streifen als Gehweg zu benutzen. Nach Beschwerden reagierte die Einheitsgemeinde und machte sich die Kritik zu eigen. Vor allem wegen der Eigentumsverhältnisse. Denn bei dem Streifen handelt es sich um Besitz der Kommune, „der Privateigentümer hatte kein Recht, auf dem für ihn fremden Grundstück Maßnahmen zu ergreifen“, wie Bauamtsleiter Matthias Köberle feststellte. Ihre Aufforderung an den Grundstücksbesitzer, den Weg so herzustellen, dass ihn auch mobilitätseingeschränkte Bürger benutzen können, kassierte die Einheitsgemeinde aber zwischenzeitlich wieder ein. So sorgte sie selbst, dass der einstige Trampelpfad und zwischenzeitliche Grobkies-Streifen für sämtliche Bewohner des Quartiers problemlos zu begehen ist.