Bretsch l  Die Kulisse des Westernstädtchens mit Saloon, Bank, Kirche und anderen Einrichtungen „ist einfach traumhaft schön“, sagte Petra Benn, die schon seit vielen Jahren mit ihrem Mann Berthold die Pfingsttage in Bretsch verbringt. Für die beiden Magdeburger ist es eine Herzensangelegenheit. „Hier treffen wir viele Freunde.“

Berthold Benn ist als US Deputy Marshal „Wild Bill Hickok“ Revolverheld und Gesetzeshüter gleichermaßen, natürlich in passendem Outifit und Sheriffstern. Der Magdeburger, der noch andere Westernfans aus der Landeshauptstadt für Bretsch begeistern konnte, lernte Erwin Giggel alias Buffalo Bill, Vorsitzender des Vereins Wilder Western Bretsch, vor einigen Jahren bei einem Countryfest in Havelberg kennen. Sie wurden Freunde. Er erzählt, dass auch Bill Hickok und Buffalo Bill im 19. Jahrhundert gute Freunde gewesen seien. Vor vier Jahren machte Berthold Benn seiner Gattin in Cody einen Heiratsantrag. Und dieses Mal erneuerten beide bei einem Western-Gottesdienst in der Kirche - sogar die Glocken wurden geläutet – das Eheversprechen.

Zu den Stammbesuchern zählt auch der Groß Garzer Fred Balecke, den die Gäste bei seiner Arbeit über die Schulter blickten. „Ich bin zum achten Mal hier.“ Er ist in Cody als Schmied tätig, stellte Hufeisen her, sogar mit kleinen Herzen. Während sich die Erwachsenen kühle Getränke, Deftiges oder Kuchen bei Countryklängen von Harald oder „David & Heart“ sowie den Auftritt der Linedancer schmecken ließen, gingen die jüngeren Cowboys auf Goldsuche (Goldwaschen). Auch das Preisschießen oder das Beilwerfen waren beliebt.

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Auch wenn es am „Little Big Horn“ in alter Westernmanier nicht ruhig zuging und die Westernfans in Cody dementsprechend viel Spaß hatten, mussten Deputy Marshal und der Sheriff nicht eingreifen, um die Revolverhelden, Gauner und Kopfgeldjäger zu beschwichtigen. Alle feierten zusammen eine besondere Westernparty.