Osterburg l Die Planspiele der Kommune gehen von drei Anlagen aus. Da diese Windräder auf Gemeindegrund stehen werden, erwartet die Einheitsgemeinde eine Pacht von den Betreibern sowie Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Gleichzeitig dürfte die Kommune über ihre Beteiligung an den Energiewerken Osterburg auch von den Erlösen der Stromerzeugung partizipieren. Schließlich soll auch Einwohnern die Möglichkeit eingeräumt werden, sich selbst, voraussichtlich in Form von Schatzbriefen, bei den Stromerzeugern einzukaufen. Doch dem ursprünglichen Zeitplan hinkt Osterburg weit hinterher, mittlerweile sei man rund zwei Jahre im Verzug, gibt Bürgermeister Nico Schulz freimütig zu. Dabei scheinen die Stolpersteine längst aus dem Weg geräumt. Zuletzt handelte es sich um Bedenken, dass Ausgleichsmaßnahmen im Zuge des anvisierten Baus der A 14 mit dem Windpark kollidieren könnten. Doch die angedachte Aufwertung einer bestehenden Hecke mit weiteren Sträuchern und Bäumen, die Fledermäuse in ihrem Flug lenken sollte, ist vom Tisch. Stattdessen wurde ein alter Stall in der Nähe von Drüsedau zum Fledermausquartier umgebaut.

Auf ein Ende des vom Landesverwaltungsamt vollzogenen Genehmigungsverfahrens wartet die Kommune aber immer noch. Schulz vermutet, dass das Landesverwaltungsamt abwarten möchte, bis die Planungen für die nahe der designierten Windkraft-Fläche verlaufende Autobahntrasse Rechtskraft erlangen, bevor die Behörde für den Bau der Energieerzeuger grünes Licht gibt. Innerhalb des nächsten halben Jahres sei damit aber zu rechnen, machte der Osterburger Bürgermeister abschließend deutlich.