Goldbeck l Die Goldbecker Einrichtung nahm am Donnerstagabend (24. Januar) aus den Händen von Christiane Jaeger stolz das Schild „Kita im Schriftsprachprojekt alpha elementar“ entgegen, das bald den äußeren Eingangsbereich schmücken wird. Die Referentin vom Team des Projekts beglückwünschte die Tagesstätte im Beisein von Verbandsgemeindebürgermeister René Schernikau zum erfolgreichen Abschluss.

Das „Regenbogenland“ war eine von zehn auserwählten Kindertagesstätten im Bundesland, die im Modellprojekt „alpha elementar“ mitgewirkt hat. Dieses startete im Dezember 2017 mit einer Teamfortbildung im „Roncalli-Haus“, ein Bildungshaus des Bistums, in Magdeburg. „Dort wurde die Neugier in uns geweckt“, blickte Kita-Leiterin Heidi Denzin bei der Feierstunde am Donnerstagabend zurück. Die Einrichtung bewarb sich, erhielt den Zuschlag und unternahm anschließend eine Buchstabenreise mit den Kindern. Viele Fortbildungsstunden standen für die Erzieherinnen des „Regenbogenlands“ auf dem Programm. Mehrere Wochenenden verbrachten sie in der Landeshauptstadt. Für dieses Engagement dankte die Kita-Chefin nicht nur ihrem Team, sondern auch den Eltern, „die es uns ermöglichten, unsere Kita zweimal Freitagmittag zu schließen“. Dann ging es nach Magdeburg.

Mit dem Nachwuchs auf Zahlensafari

Mit dem Projekt „alpha elementar“ bieten die verantwortlichen Projektbeteiligten eine spezielle Reise, fokussiert auf den Bereich Entwicklung der Schriftsprache und das Herstellen einer dazu förderlichen Lernkultur. „Uns war es ein wichtiger Aspekt, Eltern und Pädagoginnen mit den Kindern gemeinsam auf unser Boot zu holen“, sagte Jaeger. Sowohl sie als auch das Kita-Team sprachen von sehr positiven Effekten. Alle seien im sicheren Hafen gelandet und würden die Eindrücke dieser Reise in die tägliche Arbeit mitnehmen. Auf dieser Tour, wie Jeager weiterhin betonte, wurden Inseln der Elternarbeit, der Bewegung im Gleichgewicht, der Sprach- und Schriftsprachentwicklung, der Musik, der wertschätzenden Kommunikation und der sprachwissenschaftlichen Grundlagen besucht. Auch die Eltern wurden involviert: am Elternabend, beim Sommerfest und in Elterncafés. Als ein praktisches Beispiel nannte Denzin unter anderem die „Zahlensafari“, die die Mädchen und Jungen durch Goldbeck führte. Dort entdeckten sie natürlich nicht wenige: beispielsweise an den Hauswänden oder die Autoschilder.

Der Nachwuchs wurde auf Zahlen und Buchstaben neugerig gemacht. Diese malten die Kinder auch auf Ton oder mit Rasierschaum. Viele Ideen konnten in den Kita-Alltag mit übernommen werden. Neben René Schernikau bedankte sich auch die Elternschaft bei den Erzieherinnen für das Engagement.

Folgende Erzieherinnen waren im Projekt involviert: Karola Fankner, Sirka Friedrich, Sarah Helmecke, Stephanie Julius, Nancy Korbus, Berit Uhrmeister und Leiterin Heidi Denzin.