Salzwedel l Nach den neuesten Zahlen des statistischen Landesamtes ist der Altmarkkreis 2014 bei den Geburten der absolute Spitzenreiter im Land. Auf Platz zwei folgt weit abgeschlagen Halle/Saale mit einem Plus von 5,6 Prozent. Im Landesschnitt sind im vergangenen Jahr 1,6 Prozent mehr Kinder auf die Welt gekommen. Insgesamt besagt die Statistik, dass 724 Kinder in der Westaltmark geboren wurden. 2013 waren es 646. In der neuen Sozialplanung des Kreises finden sich weitere interessante Fakten zur Bevölkerung im Altmarkkreis. Sie musste auf Grundlage des Gesetzes zur Förderung von Familien und sozialen Beratungsstellen erstellt werden.

Unter anderem geht daraus hervor, dass es in acht Jahren fast genauso viele 60- bis 75-Jährige geben wird, wie momentan Bürger im Alter zwischen 45 und 60 Jahren. Die Zahl der Westaltmärker unter 45 Jahren wird hingegen sinken, besonders die der 15- bis 30-Jährigen. Die Werte basieren auf einer Prognose von 2013 bis 2023.

In der Statistik zur Sozialplanung ist auch enthalten, wie viele Leute ein Alkoholproblem haben und sich deswegen an die Beratungsstellen der Arbeiterwohlfahrt (Awo) wandten, die im Altmarkkreis für die Sucht- und Drogenberatung zuständig ist. Demnach greifen am häufigsten Menschen zwischen 45 und 65 Jahren zur Flasche. Sie machen die Hälfte aller Ratsuchenden aus. Die große Mehrheit ist männlich (78 Prozent), ledig (54 Prozent) und allein lebend (52,5 Prozent).

Alkohol ist die häufigste Ursache, weshalb Männer und Frauen bei den Mitarbeitern der Awo Rat suchten. 2014 waren es 368 Klienten im Gebiet des Altmarkkeises.

76 Hilfesuchende kamen wegen Drogenkonsums in die Einrichtungen. Dies sage jedoch nichts über den tatsächlichen Drogenmissbrauch aus. Es seien sämtliche Stoffe, die auf dem Markt zu haben sind, vertreten. „Erschreckend ist festzustellen, dass Kinder und Jugendliche ohne Risikogedanken verschiedenste Drogen testen und konsumieren“, heißt es im Kapitel Beratungstätigkeit der Sozialplanung.

Das Papier hält aber noch weitere spannende Daten parat. So stehen im Landesschnitt 100 Hochzeiten 41,9 Scheidungen gegenüber. Und es ist nicht das verflixte siebte Jahr, in dem sich Paare vor Gericht treffen, um sich scheiden zu lassen, sondern das sechste. Zwischen drei und elf Jahren Ehedauer gibt es die meisten Scheidungen, gefolgt von der Zeit um die Silberhochzeit herum, zwischen dem 23. und 27. Ehejahr. Die geringsten Scheidungsraten sind laut Statistik im 1. und 40. Jahr zu verzeichnen.

Im Altmarkkreis ist mit 44,5 Prozent knapp weniger als die Hälfte der Bürger verheiratet. Den Familienstand ledig weisen 38,5 Prozent und geschieden 10,2 Prozent der Einwohner auf.