Salzwedel l Der Zweckverband Breitband Altmark (ZBA) und der Energieversorger Avacon haben ihre Zusammenarbeit bei der Erschließung der Altmark mit Glasfaseranschlüssen mit einer Vereinbarung besiegelt. Unterzeichnet haben sie Verbandsgeschäftsführer und Salzwedels Landrat Michael Ziche sowie der Avacon-Technik-Vorstand Stephan Tenge. Das Papier beinhalte Regelungen zu den Grundzügen der Kooperation. Mit seinen rund 1000 Kilometern Leerrohr- und Glasfaserstrecken in der Altmark sei das Unternehmen „ein natürlicher Partner des ZBA“, wenn es um die Bereitstellung von Fern- und Ortsverbindungsstrecken gehe. Zudem vertraue der Verband auf das Knowhow, das die Avacon bei der Planung und Ausführung von Tiefbauprojekten mitbringe. Vorhandene Trassen könnten genutzt und müssten vom Verband nicht erst aufwändig hergestellt werden. Zudem plane das Unternehmen im Zuge der Energiewende, sein Versorgungsnetz in der Altmark weiter auszubauen. In sämtlichen Tiefbauprojekten wird dabei künftig geprüft, ob gleichzeitig Leerrohr- und Glasfasertrassen mit verlegt werden können, erklärte Tenge. Für den ZBA-Geschäfstführer ein volkswirtschaftlicher Aspekt, der Ressourcen schone und dem Zweckverband Investionskosten im Millionen-Euro-Bereich erspare. Der Tiefbau sei mit rund 70 Prozent der größte Kostenfaktor bei der Breitbanderschließung

Hinzu komme, dass die Maßnahmen schneller umgesetzt werden könnten. Auf einen Zeitraum, in dem die Altmark mit Glasfaseranschlüssen versorgt sein könnte, wollten sich Tenge und Ziche nicht festlegen. „So schnell wie möglich“, sagte der Landrat. Ob das von der Bundesregierung propagierte Ziel bis 2018 auch für die Altmark einzuhalten ist, sei noch nicht zu sagen.

Standortvorteil

Die Umsetzungsphase habe begonnen. Der ZBA sei von der sogenannten Clusterplanung abgewichen und konzentriere sich jetzt auf die Nutzung vorhandener beziehungsweise in Synergie auszubauender Netzstrukturen. Avacon-Vorstand Stephan Tenge lobte, dass es zügig vorangegangen sei, nachdem erst im vergangenen Jahr mit dem Zuschlag für den Netzbetreiber nach der langwierigen EU-weiten Ausschreibung gestartet werden konnte. Ziche betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass jeder Telekommunikationsanbieter das Netz des ZBA nutzen könne, wenn er bestimmte Rahmenbedingungen erfülle. Nun komme es auf die Altmärker an, die die zukunftsfeste FTTH (Fiber To The Home)-Technik auch annehmen müssten. „Der Zugang zu schnellem Internet ist heute schließlich ein wesentlicher Standortvorteil“, betonte Tenge.

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