Salzwedel l Seit Mitte Januar ist im Salzwedeler Kunsthaus die Ausstellung „Broken Brushes“ zu sehen. Sie zeigt 79 Druckgraphiken deutscher Expressionisten. Präsentiert werden Künstler wie Max Beckmann, Lovis Corinth, Otto Dix, Max Pechstein, Lyonel Feininger, George Grosz, Erich Heckel, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Oskar Kokoschka, Käthe Kollwitz, Max Liebermann und Franz Marc.

Nun zogen Dietrich von Gruben und Achim Dehne, beide Mitglieder des Vorstands der Kunststiftung Salzwedel, eine erste Bilanz. „Wir hoffen, in dieser Woche den 1000. Besucher der Ausstellung begrüßen zu können“, sagt von Gruben, der zusammen mit seinem Kollegen Dehne zufrieden über die Resonanz ist. „Zumal wir bislang keine besondere Werbung für ,Broken Brushes‘ gemacht haben“, ergänzt von Gruben. Das soll sich in Zukunft aber ändern. So sind unter anderem Plakate in Arbeit. Zudem soll vor dem Gebäude der ehemaligen Mädchenschule ein Aufsteller platziert werden.

Rund 40 Prozent der Besucher kamen aus dem Altmarkkreis Salzwedel, 32 Prozent aus dem Wendland. Etwa fünf Prozent der Kunstfreunde hatten den Weg in die Hansestadt aus Stendal oder Uelzen gefunden. Für Juni hat sich bereits der Kunstverein Uelzen für eine Führung angemeldet. „Wir erwarten etwa 40 bis 50 Personen“, berichtet von Gruben. Sozusagen Fachpublikum. Es sei schön, dass bereits so viele Menschen ins Kunsthaus gekommen seien, obwohl ja nicht einmal Ferien-oder Reisezeit sei. Allerdings macht von Gruben auch deutlich, dass nicht immer alles im Fluss sei, sondern es auch Tage gebe, an den nur wenige Kunstfreunde kommen. Oder auch mal gar keine. Ganz gut sei die Resonanz dagegen an den Wochenenden.

Wichtig ist für die Stiftung aber auch: „Wir haben sehr positive Rückmeldungen“, sagt Achim Dehne. Beispielsweise: „So etwas hatten wir in Salzwedel noch nie.“ Oder: „Salzwedel kann stolz sein auf solch eine Ausstellung.“ Das freut natürlich die Verantwortlichen und ihr Team mit Anne Schliephake und Anne Buch. Sind solche Reaktionen doch auch ein Lob für das große Engagement, das alle Beteiligten an den Tag legen. Unterstützung erhalten sie dabei von etwa 20 Ehrenamtlichen, die sich allesamt in den kulturellen Dienst gestellt haben. Sei es, indem sie Führungen organisieren und die Besucher betreuen oder die Kasse machen. Die Gruppe der Ehrenamtlichen trifft sich einmal im Monat. In absehbarer Zeit soll eine zweite Gruppe gegründet werden. Interessenten können sich im Kunsthaus unter der Telefonnummer 03901/302 27 77 melden.

Das Kunsthaus hat zu Ostern am Karfreitag, Ostersonnabend und Ostermontag jeweils von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Eintrittspreise: Erwachsene 4 Euro, Kinder und Jugendliche bis 14 Jahre kostenlos, Gruppen ab acht Personen 3 Euro, bei Führungen 2 Euro pro Person.