Arendsee l „Es ist schön, dass jetzt mit den Bauarbeiten am Waldheim begonnen werden kann. Seit der Schließung 1994 wurde es immer mehr zu einem unansehnlichen Ort beim Rundgang am Arendsee, zumal einige ‚Investoren‘ sich auch noch daran versuchten“, freute sich Bürgermeister Norman Klebe über den offiziellen Start der Abrissarbeiten am ehemaligen Ferienobjekt Waldheim in Arendsee. Auch Landrat Michael Ziche, der über Jahre das Geschehen um den Gebäudekomplex begleitete, freute sich, dass es nach zahlreichen Versuchen jetzt noch zu einer guten Lösung gekommen sei.

Eingeladen hatten die Investoren Dirk Stehr und Matthias Pawlas neben Landrat Michael Ziche und Norman Klebe, die Architekten Ralf und Tim Rother aus Engelskirchen sowie Steffen Coßbau und Bauleiter Dietmar Sanftleben vom Salzwedeler Unternehmen Bauservice Altmark.

Auch Wildwuchs verschwindet

Wie Ralf Rother berichtete, werden zunächst die zahlreichen Müll- und Abfallberge, die sich während des Leerstandes angesammelt haben, beseitigt sowie die nichttragenden Teile des Gebäudekomplexes entfernt. Auch der Wildwuchs auf dem Gelände soll nach Absprache mit der Naturschutzbehörde des Altmarkkreises in den nächsten Monaten verschwinden.

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Viel Wert legen die Investoren sowie die bauausführenden Firmen nicht nur beim Abriss auf Nachhaltigkeit. So soll nach einer eingehenden Eignungsprüfung das Abbruchmaterial aus Mauerwerk und Beton nach Möglichkeit wieder verwendet werden. Doch noch ein weiteres Detail sorgte bei Ralf Rother und Dirk Stehr für Aufmerksamkeit.

Kunstwerk soll gerettet werden

Beim Rundgang durch die Räumlichkeiten wurde im ehemaligen Speisesaal unter Graffiti ein von den Magdeburger Künstlern Annedore und Wolfgang Policek gestaltetes Fliesenwandbild mit dem Namen „Die vier Jahreszeiten“ gefunden. Das Kunstwerk soll nach Möglichkeit gerettet werden, hieß es vor Ort.

Im ersten Bauabschnitt nach dem Abriss möchten die Investoren im kommenden Jahr mit dem Bau von vier Häusern mit je 28 Wohneinheiten mit 60 bis 90 Quadratmetern Grundfläche beginnen. „Diese werden neben Aufzügen und Tiefgarage auch einen Balkon erhalten, der den Blick auf den Arendsee ermöglicht“, berichtete der Architekt und stellte erste Entwürfe während des Rundganges vor. Der Großteil dieser Wohnungen soll nach den Wünschen der Investoren Wohneigentum werden.