Salzwedel l Seit Anfang des Jahres läuft die Volksstimme-Aktion Altmark-Hochzeit. Viele schöne Bilder und Angaben über die Paare erreichten die Redaktion. Darunter auch wie die Verliebten sich kennenlernten und über die Zeit bis zum großen Ereignis der Hochzeit. Eine ganz besondere Geschichte über ihr Kennenlernen und ihre Liebe schrieben uns Thomas und Ikram Dömland.

Weil sie wirklich außergewöhnlich ist, wollen wir sie unseren Lesern nicht vorenthalten: „Während Sie auf der Straße fahren, die von Köckte nach Wolfsburg führt, vergessen Sie nicht, rechts auf das Schild zu sehen, das sich an der Straße befindet. Es erwähnt, dass Wolfsburg Partnerschaften mit einigen Städten auf der ganzen Welt pflegt. Halten, schauen Sie nach unten und Sie werden den Namen der Stadt Jendouba auf dem Schild finden.

Entfernung spielt keine Rolle

Klingt das nicht normal? Tatsächlich ist es das: Thomas kommt aus Köckte, einem kleinen Dorf, das 25 Minuten von Wolfsburg entfernt liegt. Zur selben Zeit kommt Ikram aus Jendouba, einer Stadt im Nordwesten Tunesiens. Zwei Menschen, die aus komplett verschiedenen kleinen Orten sind, die so weit voneinander entfernt sind ... Was zeigt Ihnen das? Sagt es nicht etwas aus? Es bestätigt, dass die Entfernung keine Rolle spielt und nie ein Problem war. Wenn zwei Herzen füreinander bestimmt sind, werden sie sich letztendlich finden.

Tatsächlich ist die Welt ein so kleiner Ort für Verliebte. Sobald es an der Zeit ist, wird ihre Seele, eine Verbindung herzustellen, wo auch immer sie sich in dieser großen Welt gerade befinden.

Wer würde vermuten oder sogar erwarten, dass wir uns in einer völlig anderen Stadt, nämlich in Wien treffen würden? Wir waren beide Einwanderer und Fremde, die in Wien lebten. Thomas war dort für die Arbeit als Koch und Ikram war dort, um Neues zu studieren. Also sind wir davon überzeugt, dass diese Zeichen nicht zufällig waren, es war ein Zeichen, ein Hinweis auf unsere Verbindung, die im Juni 2017 begann, als wir uns verabredeten. Das ist der Anfang unserer Geschich- te; eine Geschichte, die wir gerne nennen: „Das sind wirklich wir und einfach wir“.

Nach drei Tagen zusammen gezogen

Ein verrücktes, ein nicht alltägliches Paar, ja, das sind wir. Von Anfang an fanden unsere Freunde es komisch, dass wir so schnell zusammenleben konnten. In der Tat war es super schnell, denn wir sind nach drei Tagen zusammen umgezogen. Es ist verrückt! Ja, wir wissen, dass es so ist, aber wir haben es aus unserer eigenen Perspektive betrachtet. Wir haben beide unterschiedliche Hintergründe, unterschiedliche Kulturen, Religionen und Überzeugungen. Daher müssen wir an diesen Punkten arbeiten und versuchen, unsere Differenzen sofort zu lösen.

Für viele Menschen wären das große Hürden, sie würden immer wieder daran denken, viele Mauern bauen und einige Gründe finden. Für uns war es ein Versuch wert, und wir bestanden auf unserer Überzeugung, dass es auf uns als Paar ankommt. Unser Interesse war immer, unsere Liebe zu beschützen, die all diese Hindernisse überwinden sollte, weil diese vorübergehend sind, aber unser Glück ist für immer.

Wir dachten, dass es ein Verlust sein könnte, wenn wir uns auf diese negativen Punkte konzentrieren und das Glück vergessen, was wir waren, was wir sind und was wir füreinander immer sein wollen. Glücklicherweise waren und sind unsere Ansichten ähnlich und unsere Träume trafen sich an einem bestimmten Punkt. Wir wussten, dass wir etwas anfangen könnten. Wir bestreiten gar nicht, dass wir uns unserer vielen Unterschiede bewusst waren, aber wir haben uns mehr auf unsere Gemeinsamkeiten, unsere Liebe und unser Glück konzentriert. Seit diesem Zeitpunkt hat unsere Reise begonnen..

Wir verliebten uns und unsere Liebe war echt

Wir verliebten uns und unsere Liebe war echt, wir wussten, dass unsere Reise schwerer als gewöhnlich sein könnte, aber wir wollten die Reise gemeinsam antreten, weil wir dachten, dass, wenn wahre Liebe uns begegnet, wir unser Bestes geben müssen, um es zu schätzen und zu schützen.

Später wurde uns klarer, dass wir zueinander gehören wollen, also beschlossen wir, unsere Beziehung auf heilige Weise zu knüpfen, indem wir heirateten. Tatsächlich ist dies geschehen. Wir feierten am 21. September unsere schöne Hochzeit mit unseren Liebsten in dem kleinen Dorf Köckte nach altem Brauchtum. Um 11 Uhr, unterschrieben wir den Ehevertrag im Standesamt in Gardelegen und um 14.30 Uhr gaben wir unser Ja-Wort in der Kirche in Köckte, dann gingen wir mit unseren Familien, den Freunden und Gästen zu unserem freudigen Ereignis. Nachdem die Feierlichkeiten mit dem Wiegenfüße holen abgeschlossen waren, flogen wir nach Tunesien auf unsere Hochzeitreise.“

Wer sich noch bewerben möchte und 2018 geheiratet hat oder es noch vorhat, kann sich noch melden. Dazu einfach ein Hochzeitsbild von euch (mindestens zwei Megabyte groß) und persönliche Angaben mit eurer Geschichte an redaktion.salzwedel@volksstimme.de schicken. Die Auswertung der Aktion findet Anfang kommenden Jahres statt.