Salzwedel l Rund 25 Prozent aller Haushalte im Altmarkkreis nutzen sie und möchten sie nicht mehr missen: Die Abfall-App erinnert individuell an Entsorgungstermine. Mit wenigen Klicks kann der gesamte Abfallkalender eingesehen werden oder Informationen zu Containerstandorten und zum Abfall-Abc abgerufen werden.

Nach drei Jahren war es Zeit für ein Relaunch. Künftig wird es noch leichter sein, sich die App auf seinem Smartphone einzurichten und damit umzugehen, erklärt der Geschäftsführer der Deponie GmbH, Steffen Romatschke. Sie soll für Jung und Alt einfach zu handhaben sein und biete das Wichtigste auf den ersten Blick. Mit Alexa-Konfigurationen und FAQ-Bereich (Frequently Asked Questions – häufig gestellte Fragen) ist sie vielseitiger nutzbar.

Integrierter Müllmelder

Über einen Ausbau der Kommunikation, wie der Annahme von Anregungen, Wünschen, Ideen mit Umfragen und Blogbeiträgen wollen die Mitarbeiter der Deponie GmbH in einen engen Austausch mit den Bürgern treten. Ein Teil dessen wird der Müllmelder sein. Dabei können die App-Nutzer illegal entsorgten Unrat mit einer Freigabe ihrer GPS-Daten direkt melden. Schicken sie noch ein Foto mit, können die Verantwortlichen in der Deponie-GmbH den Umfang und den Aufwand für die Entsorgung abschätzen. Sie sind allerdings nur zuständig, wenn der Müll außerhalb von Ortschaften verkippt wurde. Diese Funktion der neuen App soll ab März verfügbar sein, informiert der Geschäftsführer. Er setzt große Hoffnungen in das neue Werkzeug. In diesem Jahr musste die GmbH bereits 238,7 Tonnen illegal in der Natur abgeladenen Abfall entsorgen, wobei es nicht immer leicht sei, diesen aufzuspüren. Meist werde er nur mit eher ungenauen Ortsangaben von aufmerksamen Bürgern gemeldet.

Die Funktionsflächen der App sind individuell austauschbar. Es gibt Platz für nützliche Tools (Werkzeuge), Kontaktmöglichkeiten oder verschiedene Formulare. Die Bürger können einfach nachvollziehen, an welchen Orten die einzelnen Abfallsparten entsorgt werden und wer als jeweiliger Ansprechpartner fungiert. Das Wichtigste ist aber, dass die App immer rechtzeitig über die einzelnen Entsorgungstermine, Sondertouren oder auch Ausfälle informiert.

IOS und Android

Aktuell haben 4500 iPhone- und 6770 Android-Handy-Besitzer die App heruntergeladen. Bisher wurden jährlich 1,2 Millionen Erinnerungen verschickt. 1000 Glascontainerstandorte sind digitalisiert worden und damit jederzeit abrufbar.

Nicht zuletzt ist einfach nachzulesen, welcher Abfall wo hineingehört und zusammen entsorgt werden darf. Die Bevölkerung werde, indem sie sich über die App mit dem Thema befasst, sensibilisiert, was zu einem besseren Verständnis führe und dem Umweltschutz diene, so Romatschke.