Ehrenamt

Arendseer Klosterverein kämpft finanziell um das Überleben

Die durch Corona-Einschränkungen finanziellen Unwägbarkeiten des Fördervereins Kloster Arendsee bestehen weiter. Zwar konnten durch Veranstaltungen Einnahmen generiert werden, aber Hilfe vom Staat blieb bislang aus.

Von Christian Ziems 05.08.2021, 08:14
Theateraufführungen gehören zu den Einnahmequellen, die der Verein benötigt, um das städtische Gelände betreiben zu können.
Theateraufführungen gehören zu den Einnahmequellen, die der Verein benötigt, um das städtische Gelände betreiben zu können. Foto: Christian Ziems

Arendsee - „Außer einiger netter Worte gab es nichts", äußerte sich Uwe Walter zu den vergangenen Wochen. Dem Vorsitzenden des Fördervereins Kloster Arendsee ist die Enttäuschung im Gespräch anzumerken. Insbesondere vor der Landtagswahl fand der Verein Gehör, konnte die Finanznöte Politikern auch vor Ort erklären – ohne spürbaren Erfolg.

Hintergrund: Der Förderverein konnte 2020 und 2021 durch Corona-Einschränkungen monatelang weder Veranstaltungen organisieren noch Museumsgäste begrüßen oder Geld mit Führungen einnehmen. Es gab aber laufende Kosten, um Gebäude sowie das Areal zu erhalten. Es folgte Mitte April ein Hilferuf in Form eines offenen Briefes. Dieser ging unter anderem an den Ministerpräsidenten Reiner Haseloff. Kulturstaatssekretär Gunnar Schellenberger kam nach Arendsee und betonte, wie wichtig der Verein ist. Dabei sei es geblieben.

Damals wurde erklärt, Ende August seien die finanziellen Rücklagen aufgebraucht. Die Volksstimme fragte nach, wie die aktuelle Lage ist. “Der Verein kämpft weiter ums Überleben, aber wir geben nicht auf“, so Uwe Walter. Dies Jahr scheint erstmal gerettet, mit Veranstaltungen konnten Einnahmen generiert werden. Zudem sind Führungen möglich. Eine weitere wichtige Einnahme, wie Vorstandsmitglied Eckehard Schwarz betont. Die Ehrenamtlichen hätten sich aber mehr Unterstützung von Land und Kreis gewünscht. Bis auf einige Tipps kam nicht viel. „Aber zumindest die Stadt steht hinter uns“, betont Walter. Ein Antrag auf finanzielle Hilfe beim Bund wurde gestellt, eine Antwort steht aus. Der Verein betreibt Heimatmuseum und Klosterareal. Auch eine kleine Galerie, die sich im erhaltenen Kreuzgang befindet, gehört dazu. Dort werden wechselnde Ausstellungen gezeigt. Eigentümer des gesamten Grundstücks ist die Einheitsgemeinde Arendsee, die den Verein jährlich mit 6 000 Euro unterstützt.