Arendsee l Auf dem Tresen in der Stadtbibliothek im Haus des Gastes liegen Bücher über das Leben der Schnecken. Die will sich Erzieherin Birgit Muhl für ihr Gruppenprojekt in der Kindertagesstätte Seeperle ausleihen. Sie hatte vor einer Woche nachgefragt. Und Bibliotheksmitarbeiterin Christiane Starosta hat ihr die Sachbücher aus dem gut gefüllten Bücherregalen herausgesucht.

Während der gestrigen Ausleihzeit von 10 bis 12 Uhr, am Tag des Buches übrigens, erfüllte die ehrenamtliche Helferin auch die Wünsche weiterer Leser. Insgesamt sind es um die 600. Heute ist die Einrichtung von 15 bis 18 Uhr offen. Dann ist die einzige Stadtangestellte Bettina Ehrecke am Tresen für die Besucher Ansprechpartnerin. Freitags verleiht mit Karola Kujath eine weitere Ehrenamtliche die Bücher (14 bis 15.30 Uhr). Außerdem wirkt Christiane Seifert in ihrer freien Zeit mit und unterstützt das Team bei der Digitalisierung des Medienbestands. „Damit sind wir aber noch nicht durch. Das Aufschreiben der Inhaltsangaben nimmt viel Zeit in Anspruch“, sagte Christiane Starosta.

Seit 2002 keine Preisveränderungen

Sie kennt inzwischen ebenso wie ihre Kolleginnen die Pläne der Stadt zur Veränderung der Benutzer- und der Gebührenordnung. Diese war Thema im Sozial- und Kulturausschuss. Dort stellte Hauptamtsleiterin Anja Schrader erste Ideen vor, unter anderen zur Preiserhöhung.

„Die alte Ordnung stammt noch aus dem Jahre 2002 und wurde seitdem nicht verändert“, betonte sie. Dafür sei es nun an der Zeit, zumal seit 2011 auch die kleine Fleetmarker Bibliothek zur Einheitsgemeinde gehöre. „Wir wollen eine einheitliche Satzung aufstellen“, kündigte sie an.

Verspätungszuschlag im Blick

Für die Arendseer Einrichtung solle beispielsweise der Jahresbeitrag von derzeit 7 Euro auf 10 Euro angehoben werden. Das halte sie für angemessen. Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren zahlen im Moment 3 Euro im Jahr, Studenten und Auszubildende ebenfalls, Kinder ab 7 Jahren 2 Euro. Urlauber mit Kurkarte können kostenlos lesen. Das solle auch so beibehalten werden, so Schrader. „In Angriff genommen werden soll aber der Verspätungszuschlag“, meinte sie. Zur nächsten Ausschusssitzung wolle sie eine erste Fassung vorlegen.