Salzwedel l Sie haben knapp drei Wochen miteinander gelebt, gelernt und vor allen neue Eindrücke und künstlerische Inspirationen gesammelt – sieben Studentinnen von der Housten Baptist University, dem Tarrant County College und der University of Texas at Arlington. Von Hilmsen aus erkundeten sie im Rahmen des Projektes „Amerikanisches Tagebuch“ nicht nur die Altmark, sondern auch das Rheinland und Berlin.

Künstlerische Mittel verarbeiten

„In der dritten und letzten Woche ging es dann darum, die Erlebnisse mit verschiedenen künstlerischen Mitteln zu verarbeiten und umzusetzen“, erläuterte Hans Molzberger. Er betreut das „Amerikanische Tagebuch“ bereits im achten Jahr. Die Wege zur künstlerischen Umsetzung sind dabei so unterschiedlich wie die Mädchen selber. So hat sich Linoa Mota für eine Videoprojektion entschieden. Dabei wurde sie vom Offenen Kanal unterstützt. Dieser stellte die Technik zur Verfügung und ermöglichte den Schnitt des Projektes. Freuen können sich die Besucher an diesem Abend außerdem auf Gemälde und Collagen, die von den dunklen Seiten des Lebens erzählen, von stillen Momenten, emotionalen Erfahrungen und Begegnung mit dem Fremden. Es entstehen aber auch Skulpturen afrikanischer Tiere – in zwei- und dreidimensionaler Form, Skelette aus weichen Materialien und Projektionen.

Mit dabei sind außerdem Hannah Qvintas, Emily Cheney, Dana Caldera, Carimar Vargas und Aurora Avila. Sie präsentieren die Ergebnisse des jüngsten „Amerikanischen Tagesbuches“ am heutigen Mittwoch, 13. Juli, von 19.30 Uhr an in der Aula des Salzwedeler Kunsthauses, der ehemaligen Mädchenschule.

Die Stiftung Kunsthaus in Salzwedel ist zum zweiten Mal Projektpartner und sieht der experimentellen Ausstellung mit Spannung entgegen. „Schließlich sind die Exponate nur an diesem einen Abend bei uns zu sehen“, machte Achim Dehne auf den heutigen Abend neugierig.