Jeeben l Dramatische Szenen spielten sich am Donnerstagabend im Altmarkkreis Salzwedel ab. 57 Einsatzkräfte der Feuerwehr, mehrere Notärzte und Rettungssanitäter kämpften auf der Landstraße 19 um das Leben eines 27-Jährigen. Der Mann war mit seinem Pkw Kia kurz hinter der Ortschaft Jeeben schwer verunglückt. Nach ersten Angaben der Polizei fuhr der junge Mann in Richtung Beetzendorf, als er aus noch ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abkam und frontal gegen einen Baum knallte. Dabei wurde sein Pkw völlig zerstört.
 
„Wir sind gleich mit mehreren Feuerwehren zum Einsatzort geeilt", so Bert Juschus, Ortswehrleiter von Beetzendorf. Das Unfallopfer fanden die Retter eingeklemmt im Autowrack vor. „Wir hatten alle Hände voll zu tun, um die Person zu befreien. Das Auto lag auf der Seite, die Person im oberen Bereich des Fahrzeugs. Wir mussten zuerst das Dach abnehmen und seitlich runterklappen. Die Fahrertür war völlig deformiert, musste ebenfalls herausgeschnitten werden." Anschließend wurde das Fahrerhaus mit schwerer Technik auseinandergedrückt und der 27-Jährige befreit. Nach einer Erstversorgung durch Notärzte brachte ein Rettungshubschrauber den Schwerverletzten ins Krankenhaus Braunschweig.
 
Die Tachonadel des zerstörten Kia zeigte nach dem Unfall knapp 160 km/h an. Noch ist unklar, ob dies tatsächlich die Aufprallgeschwindigkeit war. Die Polizei ermittelt, ob überhöhte Geschwindigkeit eine Unfallursache gewesen sein könnte. Nach bisherigen Stand war der Autofahrer auf der geraden Strecke allein unterwegs, als er verunglückte. Die Straßenverhältnisse waren normal. Es wehte ein stürmischer Wind. Wegen der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die L19 für fast vier Stunden voll gesperrt werden.