Reparaturbedarf

Bereiche für Touristen in Arendsee bereiten Sorgen

Von Christian Ziems
Sandbereiche, die den Nichtschwimmer-Bereich durchziehen, gab es auch im vergangenen Sommer. Diese natürliche Entwicklung verhindert einen permanenten Austausch des Wassers am Ufer. Archivfoto: Christian Ziems

Arendsee

Die Wirtschaftsausschuss beschäftigte sich mit einer Reihe von Themen, die Freizeitvergnügen für Einheimische und Urlauber betreffen. Dabei kommt der Luftkurort Arendsee GmbH eine Schlüsselrolle zu. Doch diese hat mit vielen Problemfeldern zu tun. Zum einen mangele es an einem Bebauungsplan für den Campingplatz. Dies führe immer wieder zu offenen Fragen. Die Stadträte Jens Reichardt und Sven Schottenhamel mahnten die Verwaltung an, sich darum zu kümmern und 2022 Ergebnisse vorzulegen. Sanierungsbedarf gibt es zudem im Sanitärgebäude. Außerdem müsste das Empfangsobjekt neu gebaut werden. „Die GmbH hat kein Geld“, verwies Sonja Nowak, Interimsgeschäftsführerin der Luftkurort Arendsee GmbH, auf die missliche Lage. Das Unternehmen gehört zu 100 Prozent der Einheitsgemeinde.

Die Struktur, bestehend aus dem kommunalen Eigenbetrieb, dem touristische Standorte wie Campingplatz und Strandbad gehören, sowie der GmbH als Betreiber wurde in Frage gestellt. So forderten Jens Reichardt und Sven Schottenhamel, andere Lösungsansätze zu finden. Dies müsste von der Verwaltung vorbereitet und im Stadtrat beschlossen werden. Ziel soll es sein, den Tourismus finanziell besser auszustatten. Investitionsbedarf gibt es praktisch an allen Ecken.

Kein natürlicher Wasseraustausch im Uferbereich

So musste die Tribüne wegen Baufälligkeit gesperrt werden. Vize-Bürgermeister Michael Niederhausen erklärte: Die Attraktion sei auf Grund des geschlossenen Strandbades derzeit eh nicht erreichbar. Sollten die Probleme – Holzteile sind morsch – nicht bis zur Badesaison gelöst sein, müsste wohl richtig abgesperrt werden. Die Verwaltung arbeite derzeit an einem Weg, die Reparaturen umzusetzen.

Wie Sonja Nowak im Volksstimme-Gespräch vor der Sitzung bestätigte, gibt es auch Handlungsbedarf im Nichtschwimmer-Bereich, der sich an der Tribüne befindet. Dort ist eine Art Düne auf Grund des niedrigen Wasserstandes zu einer Barriere geworden. Es gibt keinen natürlichen Austausch des Wassers am Ufer mehr. Die Folge: Es stinkt dort teilweise. Bereits im vergangenen Jahr haben Badegäste darauf hingewiesen. Die GmbH versucht, Kanäle durch die Düne zu ziehen. Doch der Erfolg blieb aus. Sollte der Wasserstand nicht wieder steigen, wird die Situation wohl Besucher abschrecken. Mit Technik könnte die Barriere durchbrochen werden. Doch Fahrzeuge dürfen nicht in den See fahren.

Arbeitseinsatz fürs Beheben von Schäden

Außerhalb der Luftkurort Arendsee GmbH soll ebenfalls gehandelt werden. Metallteile des beliebten kommunalen Steges unterhalb des Waldheims sind defekt und müssen repariert werden. Darauf verwies Stadtrat Björn Hartmann beim jüngsten Ordnungsausschuss, der ebenfalls in der vergangenen Woche tagte.

Gearbeitet werden soll zudem am Zießauer Steg. Jens Freimann vom dortigen Segelclub informierte über den aktuellen Stand. Ersatzholz wurde bereits gekauft. Die Ehrenamtlichen wollen damit morsche Teile ersetzen.

Dies geht allerdings erst, wenn wieder Arbeitseinsätze erlaubt sind. Gemeinsam soll auch das vom Ufer aus gesehen hintere Stegteil an Land gebracht werden. Es ist leck geschlagen. Eine Metallbaufirma wird es instand setzen, die Rechnung bezahlt die Einheitsgemeinde, der der Zießauer Steg gehört.