Kuhfelde l „Die Schule ist ein Traum. Trotzdem werden wir wohl um die 400.000 Euro reinstecken müssen, damit der Traum weitergehen kann. Denn der Zahn der Zeit hat an dem Gebäude genagt“: Das sagte Günther Serien, Vorsitzender des Einrichtungs- und Sozialausschusses des Verbandsgemeinderates, am Mittwochabend in der Kuhfelder Grundschule.

Diese sei neben Jübar und Apenburg eine weitere Grundschule in der Verbandsgemeinde (VG), für die es einen erheblichen Investitionsbedarf gebe. Vorgesehen sei, dass die Arbeiten im Jahr 2021 ausgeführt werden. „Für Kuhfelde liegt eine Schätzung von 600.000 Euro vor. Diese Zahl zweifele ich an“, erklärte er.

Haus ist bunt

Schulleiterin Kathrin Vorpahl, die hier seit 1986 unterrichtet, führte die Ausschussmitglieder und Gäste durchs in den Jahren 1966/67 erbaute Haus. „Unserer einstigen Chefin Silke Tiedge haben wir zu verdanken, dass die Schule so bunt und fröhlich aussieht“, erinnerte sie an die verstorbene Kollegin. Es gebe eine gute Kooperation mit der Gemeinde, so dass die benachbarte Turnhalle und der Sportplatz mit genutzt werden könnten.

Derzeit würden 61 Kinder in vier Klassen hier lernen – bei zehn vorhandenen Klassenräumen. In einem gebe es auch eine interaktive Tafel. „Man spürt, dass hier alles familiär abläuft. Es ist so liebevoll gestaltet“, lobte Ausschussmitglied Ninett Schneider.

Im Keller machte die Schulleiterin auf Schäden aufmerksam, die durch hineingedrücktes Regenwasser entstanden sind. Hier müsse etwas getan werden, merkte Kathrin Vorpahl an.

Treppengeländer zu niedrig

Markus Starck, Bauamtsleiter in der VG, listete auf, was unter anderem in Sachen Brandschutz gemacht werden müsste: eine Stahltür zum Heizungsraum,Sicherheitsbeleuchtung, Modernisierung des Hausalarms, Brandschutz- und rauchsichere Türen, ein höheres Treppengeländer (statt 90 Zentimeter muss es jetzt 1,10 Meter hoch sein). Zudem müsse entschieden werden, ob Akustikdecken eingebaut werden sollen oder nicht. Für die notwendigsten Maßnahmen veranschlagte er eine Summe zwischen 400.000 und 450.000 Euro. „Jetzt haben wir eine Zahl, wo wir dem realen Investitionsbereich näher kommen“, merkte Günther Serien an. VG-Rat Lutz Amft warf ein, dass vor der Sanierung des Kellers erstmal das eindringende Wasser bekämpft werden müsse. „Wir müssen die Ursache dafür finden. Da sind wir schon im Kontakt mit dem Wasserverband“, antwortete Markus Starck.