Salzwedel l Mit welchem Adjektiv sollte man Marlis Sommer wohl am besten beschreiben? „Hilfsbereit“ würde wohl passen. „Vorurteilsfrei“ ebenfalls. „Herzlich“ reiht sich genauso gut in die Aufzählung ein. Die pensionierte Lehrerin hat sich in den vergangenen drei Jahren aufopferungsvoll um zwei syrische Familien gekümmert.

Dass die Neuankömmlinge im fremden Land so gut Fuß fassten, verdankten sie nicht zuletzt der Integrationshelferin des Altmarkkreises. Sie war stets da. Wenn es mit den Behörden etwas zu klären gab oder wenn ganz alltägliche Sorgen aufs Gemüt drückten.

Auch wenn eine der beiden Familien mittlerweile in Ostfriesland wohnt - der Kontakt ist nicht abgerissen. Regelmäßig wird telefoniert, gegenseitige Besuche sind geplant. Eine finanzielle Gegenleistung hat sie dafür nie erhalten. Wollte sie auch nie. Denn darum ging es Marlis Sommer bei ihrem Engagement nie.

Anpacken, wenn es darauf ankommt

Menschen, die in einer schwierigen Situation sind, zu helfen, ist der einzige Ansporn. Nicht mehr, nicht weniger. Es sind Menschen wie Marlis Sommer aus Salzwedel, auf die die Gesellschaft nicht verzichten kann. Weil sie anpacken, wenn es darauf ankommt und dafür keiner Gegenleistung verlangen.

Dabei ist Marlis Sommer nicht nur in der Flüchtlingshilfe engagiert. Seit Jahren schon kümmert sie sich um das Künstler- und Stipendiatenhaus des Altmarkkreises. Hier ist sie Mitglied im Förderverein. Sie freut sich, wenn sie den Bewohnern auf Zeit mit Rat und Tat zur Seite stehen kann. Denn auch sie schöpft aus den Gesprächen Kraft und Inspiration.

Auch die Stadt- und Kreisbibliothek Salzwedel liegt ihr im Herzen. Denn Lesen, das gehört einfach zum Leben dazu. Da ist es kein Wunder, dass sich Marlis Sommer auch im dortigen Förderverein engagiert und auch stolz darauf ist, wenn Schüler von einst in Büchern schmökern.

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