Letzlingen l Seit mehr als fünf Jahrzehnten engagiert sich Dr. Ursula Kleemann für den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Letzlingen, seit 42 Jahren ist sie die Vorsitzende dieses Verbandes. Außerdem leitet sie die Arbeitsgemeinschaft Schulsanitäter und kümmert sich um die Blutspendetermine in ihrem Heimatort. Für dieses Engagement ist die Letzlingerin für den Bürgerpreis des Altmarkkreises in der Kategorie „Lebenswerk“ nominiert.

Die promovierte Ärztin kam 1964 nach Gardelegen, arbeitete dort im Krankenhaus. Aber schon 1965 ließ sie sich als Hausärztin in der staatlichen Arztpraxis in Letzlingen nieder. Anderen Menschen helfen wollte sie aber nicht nur als Ärztin. So schloss sie sich der Ortsgruppe des DRK in ihren Wohnort an.

Hauptanliegen des DRK-Ortsverbandes ist die Organisation der Blutspendetermine. Viermal im Jahr kommt der Blutspendedienst des DRK nach Letzlingen. Die Termine koordinieren ist Aufgabe des Ortsverbandes, darum kümmert sich Kleemann. Aber auch die Versorgung der Spender erfolgt durch die Mitglieder. Sie schmieren Brötchen und bereiten den Imbiss zu. „Kaffee muss gekocht werden. Es muss abgewaschen werden. Die Helfer sind meistens bis 21 Uhr dabei“, lobt Kleemann die Unterstützung ihrer Mitglieder. „Ich habe zwar die Fäden in der Hand, habe aber auch viele Helfer“, fügte sie hinzu. Zweimal im Jahr unterstützt Kleemann mit ihrem Ortsverband auch die Blutspenden im Gefechtsübungszentrum.

Vorbild Albert Schweitzer

Der Ortsverband bringt sich alljährlich beim Kaisersteinlauf ein. Die Mitglieder kümmern sich bei Bedarf um die Erste Hilfe der Teilnehmer bei kleineren Verletzungen. Gemeinsam mit dem Förderverein der Grundschule Letzlingen ist der Ortsverband auch beim Letzlinger Dorffest dabei.

Aber nicht nur für das DRK schlägt das Herz Ursula Kleemanns, sondern auch für die Ideale des Arztes, Theologen und Missionars Albert Schweitzer, ihrem Vorbild. Schon zu DDR-Zeiten (1982) ist es ihr gelungen, für den Ortsverband den Ehrennamen Albert Schweitzer zu erhalten. Verbindung hält der Ortsverband auch zum Förderverein Kindertraum des Kinderkrankenhauses Albert Schweitzer in Gardelegen sowie zum Albert-Schweitzer-Familienwerk Sachsen-Anhalt in Zerbst. Über diese Organisation entstand eine Verbindung zum Kinderdorfhaus in Walternienburg. Für die Pflegekinder dort, 1 bis 16 Jahre alt, verschicken Ursula Kleemann und die übrigen DRK-Mitglieder aus Letzlingen kleine Päckchen zu Weihnachten und zu den Geburtstagen. „Das ist eine dankbare Aufgabe“, berichtet Ursula Kleemann.

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