Arendsee l Der Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) kann für die Mutter-Kind-Kurklinik in Arendsee auf Hilfen vom Bund hoffen. „Die Bundesregierung hat angekündigt, den Schutzschirm so auszuweiten, dass Mutter-Kind-Kuren wie Rehakliniken behandelt werden“, erklärt Ute Albersmann, Pressesprecherin, des Landes-Ministeriums für Arbeit, Soziales und Integration auf Anfrage der Volksstimme.

Der Landesgeschäftsführer des DRK Carlhans Uhle hatte in der vergangenen Woche beklagt, dass es für die Mutterkind-Kur-Kliniken bislang keine staatliche Unterstützung gebe und darum einen schriftlichen Appell an Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne gerichtet und Gespräche mit Bundestagsabgeordneten aus Sachsen-Anhalt aufgenommen.

Wirtschaftliche Einbußen

Die wirtschaftlichen Einbußen seien nach der Schließung enorm. Für die derzeit rund 70 Mitarbeiter ist bis auf die Klinikleiterin, die noch arbeitet, vorerst bis zum 30. Juni 2020 Kurzarbeit beantragt worden, teilt Annemarie Söder, Pressesprecherin des Landesverbandes, mit.

Dennoch fallen weiterhin laufende Kosten an, betont sie. So für Strom und Gas. Außerdem müssen Personalkosten zumindest vorgestreckt werden. Andere Hilfsprogramme haben das DRK nicht beantragen können, weil es aufgrund der Gemeinnützigkeit „schlichtweg aus dem Raster falle“, betont sie. Und weiter: „Wir planen, den Kurbetrieb grundsätzlich wieder aufzunehmen. Daher fordern wir finanzielle Unterstützung.“ Wann genau die Klinik, übrigens die einzige ihrer Art in Sachsen-Anhalt, wieder Kuren anbieten könne, hänge maßgeblich von den Verordnungen der Landesregierung ab.

Auch das Sozialministerium konnte dahingehend keine konkreten Angaben machen. Zunächst müsse die weitere Entwicklung zum Verlauf der Pandemie abgewartet werden.