Salzwedel (ap) l Der volle Name samt Adresse einer positiv auf das Coronavirus getesteten Altmärkerin ist offensichtlich im Internet kursiert. Die Daten waren in Chats geteilt worden und dem betroffenen Ehepaar dann auch zugespielt worden. Die Folge war ein Shitstorm im Netz. Das Paar hat mittlerweile Anzeige erstattet. Die Polizeiinspektion Stendal hat die Ermittlungen aufgenommen.

Das Datenleck entstand vermutlich im Rahmen der Übermittlung der Daten zwischen der zuständigen Leitstelle in Stendal und dem DRK-Rettungsdienst. Die Ehefrau hatte bereits Mitte März über grippeähnliche Symptome geklagt. Nach vorheriger telefonischer Kontaktaufnahme mit einem niedergelassenen Arzt war sie in die Praxis gebeten worden. Das Paar hatte weder Kontakt zu Coronapatienten, noch war es zuvor in den betroffenen Gebieten im Urlaub gewesen.

Die Untersuchung erfolgte deshalb ohne Schutzbekleidung. Eine weitere, Tage später, in einer anderen Praxis ebenfalls. Als das Testergebnis zehn Tage später vorlag, mussten Ärzte und Personal beider Praxen vorübergehend in Quarantäne gehen.

Nachdem die persönlichen Diagnosedaten der Ehefrau im Internet öffentlich zu lesen waren, wurde das Paar in mehreren Chats mit Vorwürfen überschüttet.

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