Erntefest

Diesdorf feiert

Das altmärkische Erntefest in Diesdorf lockte auch in diesem Jahr zahlreiche Besucher ins Freilichtmuseum, um beim Dreschen zuzusehen.

Von Annemarie Fehse

Diesdorf l Ganze sieben Stunden lang dauerte das altmärkische Erntefest im Freilichtmuseum Diesdorf am Sonntag. Trotz des zwischenzeitlichen Regens fanden wieder zahlreiche Besucher den Weg in das traditionsreiche Dorf. So zum Beispiel die drei Musiker „Malbrook“ aus Hamburg und Berlin. Zu dem niederländischen Lied „Jan, mein Mann“ wurde sogar getanzt. Sybille Meyer von der Gartenakademie Sachsen-Anhalt zeigte den Besuchern des Museums, wie man aus Bestandteilen des eigenen Gartens etwas Schönes machen kann, zum Beispiel Kränzeflechten mit heimischen Pflanzen. Ihre Enkelin Johanna bemalte mitgebrachte Kürbisse.

Aus Stendal kam Katrin Sachon, aber das nicht zum ersten Mal. Sie hat schon einige gewebte Tücher von Erika Rakow zu Hause. „Es ist zwar teurer, aber man muss die Arbeit dahinter sehen. Und für diese Arbeit gebe ich gerne mehr Geld aus“, verriet Katrin Sachon. Für wenig Geld hingegen verkauften Caroline und Thomas in altmärkischer Tracht kleine Stoffbeutel gefüllt mit Winterroggen. Detlef Müller, der mit seiner Holzdeko im Museum war, erwarb sogleich ein Säckchen.

Wie in jedem Jahr konnten sich die Besucher in Diesdorf wieder ein Bild vom Dreschen des Getreides machen, von dem im Anschluss Brot gebacken wurde. Auch im Museum angebaute Kartoffeln wechselten den Besitzer. „Wir bieten hier etwa 20 verschiedene Kartoffelsorten zum Verkauf an“, sagte Anika Vierke von der Dährer Karnevalsgesellschaft und wog 500 Gramm Knollen mit einer alten Waage ab.

Etwas für´s Auge boten auch die Volkstanzgruppe Westerweyhe und die Deelenpetter aus Salzwedel. Für die jüngsten Besucher gab es das Apfelpressen oder Strohpuppenflechten neben all den anderen Sehenswürdigkeiten.