Salzwedel l Ziemlich knapp fiel im Stadtrat die Entscheidung zum Standort des Weihnachtsmarktes aus. Die Freie Fraktion hatte beantragt, ihn ab diesem Jahr zurück auf den Marktplatz zu verlegen. 13 der in der jüngsten Sitzung anwesenden Stadtratsmitglieder stimmten dafür, 16 dagegen, einer enthielt sich.

Hätte die Mehrheit dem Umzug zugestimmt, wäre die Werbegemeinschaft als maßgeblicher Organisator raus. Das hatte Vorsitzender Jost Fischer unmissverständlich deutlich gemacht. Noch stehe nicht mal fest, ob der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr überhaupt stattfinden kann. Und wenn, biete der Rathausturmplatz unter Einbeziehung der Breiten Straße das bessere Ambiente, argumentierte Fischer. Er hatte im Vorfeld auch begründet warum: es gebe immer weniger Händler und Standbetreiber, die den Markt beschicken wollen. Auf dem großen Marktplatz, würden sie „untergehen“, machte Fischer deutlich. Am bisherigen Standort an der Weihnachtstanne sei es viel gemütlicher. Das sähen auch die Besucher so.

Marktplatz und Mönchskirche

Die Freie Fraktion habe was anderes gehört, berichtete Volker Reinhardt. Viele Salzwedeler würden das adventliche Treiben lieber auf dem Marktplatz und im Umfeld der Mönchskirche sehen. Das sei vielfach an die Fraktionsmitglieder herangetragen worden.

Schon im vergangenen Jahr war die Diskussion entbrannt. Es hatte auch Kritik an einer mangelnden Vielfalt der Stände gegeben. Damals hatte Fischer begründet, dass es immer schwerer werde, Händler oder Schausteller zu finden und einige abgesagt hätten.