Tafel Salzwedel

Ein Lächeln für Bedürftige

Die Salzwedeler Tafel ist bislang vergleichsweise gut durch die Pandemie gekommen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.

Von Von Jörg Schulze

Salzwedel l Immerhin mussten bundesweit einige Tafeln mangels Spenden und Helfern schließen. Im Altmarkkreis war die zusätzliche Unterstützung Bedürftiger dagegen stets gesichert.

„Die Unterstützer, zu denen heute nahezu alle Supermärkte der Region zählen, haben uns die Treue gehalten“, betonte Barbara Quast vom Diakonischen Werk Altmark West. Dazu kommen viele private Spenden. Gerade in den Wochen vor Weihnachten gaben Bürger viele liebevolle Gaben für die Tafelnutzer in der ehemaligen Kaufhalle in der Salzwedeler Schillerstraße ab. Damit konnte so manch ein Lächeln in Kindergesichter gezaubert werden.

„Jede Spende hilft, ob groß oder klein, Lebensmittel, Sachspenden oder Arbeitsleistungen“, versicherte Quast. Bei den Westaltmärkern scheint diese Botschaft angekommen zu sein. So gibt es nicht allein Unterstützung mit Lebensmitteln, sondern gerade auch mit Textilien für die tafeleigene Kleiderkammer. Die ist übrigens aktuell besonders gut bestückt. Nicht nur mit Kleidung, sondern auch mit Kosmetik, Geschirr oder Spielwaren. „Viele Menschen scheinen die Zeit der Pandemie zum Aufräumen ihrer Kleiderschränke genutzt zu haben “, vermutete Roland Lahmann als aktiver Unterstützer der Tafel.

Völlig umsonst sind die Textilien übrigens für die Bedürftigen nicht. Ein Obolus von deutlich unter fünf Euro ist fällig. Das Geld fließt in voller Höhe in den Haushalt der Tafel mit ein. Zu begleichen ist da einiges. Miete, Strom, Wasser. Und dann sind da noch die drei Transporter. Sie sind als Rückrad der Logistik in einem Flächenkreis unverzichtbar.

„Pro Fahrzeug kommen rund 60.000 Kilometer im Jahr zusammen“, beziffert Roland Lahmann. Spenden in Form von Tankgutscheinen sind in Anbetracht dieser hohen Laufleistungen ebenfalls gern gesehen. Für die Transportfahrzeuge ist die Arbeit bei der Tafel übrigens ein Knochenjob. Viele Kurzstrecken, oft voll beladen, wechselnde Fahrer und Fahrstile. So manch ein zusätzlicher Werkstattbesuch ist da vorprogrammiert. Vor allem im fortgeschrittenen Fahrzeugalter.

So ist es nicht verwunderlich, dass ein fast 10 Jahre alte Kühltransporter seinem baldigen Ruhestand entgegen sieht. Für die Tafel bedeutet dies eine Investition von rund 45.000 Euro. Eine beträchtliche Summe für eine Einrichtung, für die jeder Jahreshaushalt einen Ritt auf der Rasierklinge bedeutet, wie Roland Lahmann anmerkte. Dank großer Unterstützung ist ein bedeutender Teil der Summe bereits gesichert.

Allerdings fehlen noch 7000 Euro. Noch im ersten Halbjahr könnte die Bestellung des neuen Fahrzeugs aber erfolgen. Dafür möchte sich das Team der Salzwedeler Tafel bei allen Unterstützern bedanken.