Kläden l Sehr zufrieden mit den Leistungen und der Teilnahme zeigten sich Stadtwehrleiter Hans Joachim Hinze sowie Wettkampfleiter Volker Prange. Mit elf Männerteams, drei Frauenteams sowie sechs Mannschaften bei der Jugend waren mehr Teilnehmer an den Start gegangen als in den Vorjahren. Besonders spannend ging bei den Männermannschaften zu, wo die Teams aus Kaulitz, Lüge und Titelverteidiger Kläden wie bereits im Vorjahr um den Sieg kämpften.

Im ersten Lauf erreichte Kläden mit 26,09 Sekunden nur die viertbeste Zeit hinter Kaulitz (20,40), Lüge (21,19) und der Mannschaft aus Harpe und Leppin mit 23,9 Sekunden. Im zweiten Lauf zeigten die Klädener in der Besetzung Klaus Wolf, Kai Stiller, Dirk Pietschmann, Jonathan Boczek, Swen Pietschmann, Thomas Wolf, Julius Boczek und Stanislav Havekin dann ihre Leistungsstärke und erreichten mit 20,07 Sekunden eine hervorragende Zeit.

Das überraschend starke Team aus Lüge konnte sich noch einmal steigern, erreichte 20,60 Sekunden und wurde mit dieser guten Zeit Dritter. Kaulitz gelang es nicht, seine Zeit vom ersten Durchgang nochmals zu verbessern und wurde wie im Vorjahr Zweiter.

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"Grauköppe" aus Dessau

Doch es ging nicht bei allen Mannschaften nur um die Zeit und das Gewinnen des Pokals. Dies bewiesen auch die Herren der Feuerwehr aus Dessau, die als Team „Grauköppe“ antraten. Wie Grauköppe-Teamchef Jörg Liestmann berichtete, kommt die Mannschaft zusammen auf 385 Jahre. „Wir sind alle über 50 Jahre alt, wollten heute nicht Letzter werden und noch einmal zeigen, was wir so können“, berichtete er. Dieses Vorhaben gelang ihnen auch mit dem zehnten Platz.

Erstmals seit längerer Zeit nahm eine Mannschaft der Feuerwehr Vissum an dem Wettbewerb teil und belegte einen achtbaren 9. Platz.

Frauen aus Harpe und Leppin knapp geschlagen

Ebenfalls nach längerer Zeit traten wieder die Frauen der Wehren aus Harpe und Leppin zum sportlichen Wettkampf in Kläden an und sorgten fast für eine Überraschung, denn sie erreichten im ersten Durchgang die Bestzeit und wurden im zweiten Durchgang nur von den Titelverteidigerinnen aus Dessau knapp geschlagen.

Spannend ging es auch bei den Jugendlichen zu, wo der große Favorit und Seriensieger aus Binde nur 0,76 Sekunden schneller war als die Mannschaft aus Arendsee, die im vergangenen Jahr noch abgeschlagen auf dem vierten Platz gelandet war.

Die heimlichen Stars waren in diesem Jahr wieder die jüngsten Teilnehmer der Floriangruppe aus Fleetmark. Sie zeigten, was sie bereits unter ihrem Jugendwart Fabian Heinicke und Betreuer Marvin Raasch gelernt haben. So wurde Marvin Raasch ein Verband sehr fachmännisch angelegt, anschließend rollten die Kinder ihn auch noch in die stabile Seitenlage. Doch auch im Knoten binden und im Löschangriff zeigten Zoe Miesner, Luise Koch, Rike Oldenburg, Tim Oldenburg und Damian Bock ihr Können und erhielten dafür viel Beifall.

In der Mittagspause gab es dann zur Freude aller Besucher noch einen Schaukampf zwischen Kläden und Kaulitz, wobei Kaulitz mit alter Pumpe zum Löschangriff antrat und Kläden auf eine Zielvorrichtung spritzen musste. Den begehrten Siegerpreis, einen Kasten Bier, sicherte sich hierbei Kaulitz. Alle Teams erhielten zur Siegerehrung eine Erinnerungsurkunde aus den Händen von Stadtwehrleiter Hans-Joachim Hinze und Bürgermeister Norman Klebe sowie Pokale für die Sieger und Platzierten. Da die Frauen aus Dessau den Wanderpokal zum dritten Mal hintereinander gewannen, geht er jetzt in ihren Besitz über und findet im Gerätehaus einen würdigen Platz.

Wettkampfleitung sorgte für reibungslosen Abl

Für eine reibungslose Ausrichtung der Wettkämpfe sorgte die Wettkampfleitung um Volker Prange von der Klädener Wehr sowie Heiko Ehrecke aus Kaulitz. Andreas Beinrorth aus Binde sorgte wieder für einen guten Start.

Die einzelnen Feuerwehren hatten sich wieder mit großen Picknickkörben mit kühlen Getränken und reichlich belegten Brötchen eingedeckt. Wer es deftiger mochte, der konnte sich am Grillstand des Fördervereins der Klädener Wehr stärken und zu Mittag sorgte das Löffelteam der Arendseer Feuerwehr für Erbsensuppe aus der Gulaschkanone. Auch nach dem Wettkampf gab es in vielen Orten ein gemütliches Beisammensein der Kameraden im Gerätehaus, wo dann die Leistungen bei Grillwurst und Bier in gemütlicher Runde ausgewertet wurden.