Beetzendorf-Diesdorf l Die Löschgruppe Schadewohl und die Freiwillige Feuerwehr Siedengrieben gibt es seit dem Vorjahr nicht mehr: Sie mussten trotz intensiver Gespräche geschlossen werden. Das geht aus dem Rückblick der Verbandsgemeinde Beetzendorf-Diesdorf auf das Einsatzjahr 2019 hervor. Nunmehr rücken noch 39 freiwillige Feuerwehren sowie die Löschgruppen Hilmsen, Dülseberg und Wendischbrome aus, wenn es brennt, ein Baum die Straße versperrt oder andersweitig Hilfe notwendig ist.

Damit schrumpfte auch die Zahl der Aktiven zum Jahresende: Waren es im Jahr 2018 noch 827 Aktive, davon 118 Frauen, so waren es im Vorjahr noch 818 (davon 100 weiblich).

Mehr Atemschutzgeräteträger

Diese mussten insgesamt 138 Einsätze meistern. Davon waren 57 wochentags zwischen 6 und 18 Uhr zu absolvieren und 27 zwischen 18 und 6 Uhr. An Sonn- und Feiertagen hatte es 51 Einsätze gegeben. Die Zahl der Brände ging glücklicherweise zurück: War dies im Jahr 2018 90-mal der Grund für die Alarmierung, so waren es im Vorjahr lediglich 57.

Erfreulich ist die Zunahme der einsatzbereiten Atemschutzgeräteträger. Waren es im Jahr 2016 schon einmal 118 Aktive, die diese Befähigung vorweisen konnten, sank die Zahl im Jahr 2017 auf 88 und stieg 2018 auf 129 an. Im Vorjahr waren es 132, davon 18 Neuzugänge.

Tiefbrunnen gebohrt

Damit die Aktiven ihre Aufgaben gut erfüllen können, benötigen sie Technik auf neuestem Stand. Deshalb investierte die VG in 68 Handsprechfunkgeräte mit Zubehör. Sogenannte Systemtrenner mussten gekauft werden, damit das Trinkwasser bei der Entnahme aus Hydranten nicht verunreinigt wird. Für die Rohrberger Wehr ist ein Rettungssatz beschafft worden, der 11.000 Euro kostete. In diesem Jahr wird die Beetzendorfer Wehr damit ausgestattet. Zwei Tiefbrunnen sind in Hanum und Jübar fertiggestellt worden, für die jeweils 20.000 Euro bezahlt werden mussten. In den Gerätehäusern Rohrberg, Winterfeld und Kuhfelde kann jetzt Notstrom eingespeist werden: Die Voraussetzungen dafür sind im Vorjahr geschaffen worden. Ein riesiger Posten im Haushalt ist die Unterhaltung der Fahrzeuge. Im Vorjahr waren 85.000 Euro dafür vorgesehen. Verbraucht wurden jedoch gut 174 000 Euro, da unter anderem fünf Heckpumpen repariert werden mussten.

Für fünf Lkw-Führerscheine, die Feuerwehrleute erworben haben, hat das Land im Vorjahr ein Drittel der Kosten beigesteuert.

Die Nachwuchsarbeit befindet sich im Aufwind. Gehörten im Jahr 2018 den neun Jugendwehren 83 Mitglieder (davon 47 weiblich) an, so waren es im Vorjahr bei gleicher Zahl 95 (29 weiblich). Die Anzahl der Kinderfeuerwehren ist von drei (Abbendorf, Beetzendorf, Apenburg) im Jahr 2018 auf sechs (Neugründungen gab es in Jübar, Kuhfelde und Wallstawe) angestiegen, von 47 (davon 17 weiblich) auf 90 (25 weiblich) Mitglieder.