Salzwedel l Pünktlich zur Mittagszeit kam am Freitag, 13. Dezember, um 11.18 Uhr erst der kleine Leridon zur Welt. Eine Minute später folgte seine Zwillingsschwester Leridona. Die beiden sind die ersten Kinder von Boneshta (34) und Tahir (32) Hajriza. Der Junge brachte 2485 Gramm auf die Waage und war 49 Zentimeter groß. Seine kleine Schwester wog zum Start ins Leben 2290 Gramm und das Maßband zeigte bei ihr 47 Zentimeter.

Die Mutter hat die Geburt ebenso wie das Zwillingspärchen gesund überstanden. Dazu war es ein kleines Jubiläum: Es war im Jahr 2019 die 400. Geburt auf der Station im Salzwedeler Altmark-Klinikum. „Für uns ist Freitag, der 13., nun ein Glückstag“, freut sich das Elternpaar.

Oma wartet schon

Das Ehepaar stammt aus dem Kosovo. Kennengelernt, so berichtet es der junge Vater, haben sie sich allerdings in Salzwedel auf einer Feier. Nun findet die kleine Familie bald ihr neues Zuhause in Oberhausen (Nordrhein-Westfalen), denn dort wohnte Tahir Hajriza zuletzt. Das Kinderzimmer ist schon eingerichtet. „Auch die Oma wartet schon“, sagt Tahir. Er ist seit Anfang der 1990er-Jahre in Deutschland und arbeitet als Zugbegleiter bei einer privaten Bahnfirma.

„Doch jetzt ist erstmal Elternzeit angesagt“, will der frisch gebackene Papa viel Zeit mit seinen beiden Babys verbringen. Darüber freut sich auch die Mutter, die jetzt auch ihre ganze Aufmerksamkeit dem Nachwuchs widmen wird.

Vater im Kreißsaal

„Die Vorbereitung war natürlich doppelt so schwer“, meint Vater Tahir mit Blick auf die friedlich schlummernden Geschwister. Von dem Trubel um sie herum, bekommen die neuen Erdenbürger noch wenig mit. Das Ehepaar ist für die Unterstützung im Klinikum sehr dankbar. „Die Hebammen waren super“, sagt Tahir, der die Geburt im Kreißsaal komplett mit verfolgte. „Das war für mich kein Problem“, meint der Zwillingsvater.

Leridona und Leridon kamen geplant zwei Wochen vor dem eigentlichen Geburtstermin zur Welt. „Errechnet war der 31. Dezember“, berichtet der Vater, dass es auch Silvesterbabys hätten werden können. Gestern ging es für die junge Familie dann bereits nach Hause. In Oberhausen warteten schon weitere Familienmitglieder und Freunde, die die Neuzugänge begrüßen wollten. Und dann auch vielleicht eine Mütze Schlaf, denn viele Stunden zum Ausruhen kamen bisher nicht zusammen.

Neben dem Einrichten des Kinderzimmers kommt noch eine weitere Investition auf die Familie zu. „Ich fahre bisher ein Cabrio“, berichtet Vater Tahir. „Das muss nun weg.“