Salzwedel (vs) l Wegen gefährlicher Körperverletzung musste sich ein 30-jähriger Salzwedeler am Dienstag vor dem Amtsgericht Salzwedel verantworten.

Nachdem sich der Mann zu Beginn der Verhandlung mit einer punktuellen Gedächtnislücke um ein Geständnis herumdrückte, konnten Staatsanwalt und Amtsgerichtsdirektor Klaus Hüttermann doch noch davon überzeugen auszupacken. Ansonsten hätte die Befragung der Zeugen peinliche Details hervorgebracht.

Ausgangspunkt war die Freundin

Ausgangspunkt der Ausein- andersetzung zwischen dem 30-Jährigen und einem jungen Mann war die Freundin. Diese lernte der Angeklagte im Herbst vergangenen Jahres kennen. „Da lief schon ein bisschen mehr“, gab der 30-Jährige zu. Der Freund der Jugendlichen war darüber wenig erbaut.

Hahnenkampf eskaliert

Als die Jugendliche am 13. November vergangenen Jahres ihren Geburtstag feierte, eskalierte der Hahnenkampf. Eine Handynachricht an das Mädchen landete in den Händen ihres offiziellen Freundes. Dieser beleidigte den 30-Jährigen, der den Jüngeren daraufhin attackierte und würgte, bis ein anderer Partygast die beiden trennte.

Weil der Angeklagte bisher nichts auf dem Kerbholz hat und sich – wenn auch mit Nachhelfen – geständig zeigte, setzte Hüttermann das Strafmaß am untersten möglichen Bereich an.

Vier Monate Freiheitsstrafe ausgesetzt auf zwei Jahre Bewährung lautete das Urteil des Richters am Dienstag.