Rohrberg l „Die Parksituation auf der Schulstraße in Rohrberg ist so nicht hinnehmbar“, sagte Ratsherr Norbert Winn am Mittwochabend in der Rohrberger Begegnungsstätte. Dabei handele es sich um einen verkehrsberuhigten Bereich, wo eigentlich nur in gekennzeichneten Flächen geparkt werden dürfe. „Doch die gibt es nicht“, beschrieb er. Auch vor den Neubauten würden gekennzeichnete Flächen fürs Abstellen der Fahrzeuge sowie eine entsprechende Beschilderung fehlen. „Wenn wir Striche auf die Straße bringen, dann ist das Parken erlaubt“, erklärte Norbert Winn, der bemängelte, dass es Radfahrer zu gewissen Zeiten schwer hätten, zwischen den abgestellten Autos durchzukommen.

„Bei mir hat sich noch keiner beschwert, dass dort geparkt wird“, entgegnete Bürgermeister Bernd Schulz. Ratsherr Stefan Borchert äußerte Bedenken, dass es mit Strichen auf der Straße getan sei, um das Parken zu gestatten. „Das ist doch eine Sackgasse, da kann keiner so richtig wenden“, warf er ein. Der Bürgermeister will beim Ordnungsamt der Verbandsgemeinde nachfragen, was möglich ist. Eine Antwort versprach er für die nächste Ratssitzung.

Gullys beim Wenden angehoben

In Stöckheim sorgt ein parkender Laster für Verdruss. „Der Fahrer wendet am Eingang zu einem Feldweg. Die Gullys sind angehoben, das Schild mit der Aufschrift Privatweg umgefahren und verschwunden“, schilderte Ratsfrau Nicole Teichmann. Sie befürchte, dass auch die Bordsteine „bald total Schrott“ seien, wenn nicht Einhalt geboten werde. Es handele sich eigentlich um einen öffentlichen Weg, entgegnete Bernd Schulz. Ratsherr Axel Pieper erinnerte sich, dass die einstige Gemeinde Ahlum das Schild Privatweg aufgestellt habe, wie auch in anderen Ortsteilen. „Da hat es mal eine Anordnung gegeben, damit die Gemeinde nicht haften muss, wenn etwas auf dem Weg passiert. Ob das heute noch gesetzeskonform ist, weiß ich nicht“, fügte er hinzu. Axel Pieper merkte zudem an, ob es Sinn mache, einem Bürger der Gemeinde zu verbieten, sein Dienstfahrzeug über Nacht im Ort abzustellen. „Eigentlich ist die Firma verpflichtet, einen Lkw-Parkplatz vorzuhalten. Dann muss halt mit dem Privatfahrzeug zur Firma gefahren werden“, beschrieb Norbert Winn eigene Erfahrungen. Nun solle das Gespräch gesucht werden, um eine Lösung zu finden, hieß es.

Sauer aufgestoßen ist auch, dass in Rohrberg „Hundekot ohne Ende“, so Norbert Winn, auf Gehwegen, direkt an der Kindertagesstätte und auf Grünflächen liege. „Das ist Erziehungssache, wie Hunde sich verhalten“, betonte er und fügte hinzu: „Berlin erhebt 1500 Euro Strafe für solch einen Verstoß. Das Geld liegt auf der Straße, zur Zeit mehr als sonst.“ Der Bürgermeister bestätigte, dass sich auch die Gemeindearbeiter ob der Hunde-Hinterlassenschaften auf Grünflächen beschwert hätten. „Wir können aber nicht alle Hundehalter über einen Kamm scheren. Es gibt auch welche, die mit Handschuhen und Tüten für den Kot unterwegs sind“, warf Axel Pieper ein. Er halte nichts davon, gleich mit Sanktionen zu hantieren. „Wir sollten es erstmal mit dem Hinweis auf die Pflicht versuchen“, regte Axel Pieper an. Das bekräftigte auch Ratsherr Holger Robra: „Es muss mit den Leuten gesprochen werden, damit es besser wird.“