Frohse l Die Stadt Schönebeck hat neue Pläne für das Gerätehaus Frohse. Nach der geplanten Fusion der Ortswehr mit der Stadtteilwehr Schönebeck von der Tischlerstraße sollen die Einsatzkräfte der Wasserwehr in das Gebäude am Reuterplatz einziehen. „Wir wollen das Gebäude weiter nutzen“, sagte Schönebecks Oberbürgermeister Bert Knoblauch (CDU) am Dienstag bei einer Bürgerversammlung in Frohse im Haus der Vereine vor etwa einem Dutzend Anwohner.

Wann es soweit sein soll, ist allerdings noch unklar. Zunächst muss das Innenministerium von Sachsen-Anhalt der Fusion der beiden Feuerwehren zustimmen. Die Entscheidung darüber steht bereits seit Monaten aus. Außerdem musste das alte Gerätehaus für die Wasserwehr noch etwas umgebaut werden.

Wasserschaden bei der Wasserwehr

Bisher sind die Einsatzkräfte der Wasserwehr im alten Gerätehaus an der Tischlerstraße untergebracht. Dort gibt es allerdings erhebliche Nässeschäden. So breitet sich unter anderem in den Umkleidekabinen Schimmel aus.

Für die Kameraden der Wasserwehr ist das frei werdende Gerätehaus in Frohse allerdings nur die zweitbeste Lösung. „Das Gebäude ist in Ordnung. Wir hätten aber lieber eigene Räume an unserer neuen Lagerhalle gehabt“, sagte Dirk Lindner, Wehrleiter der Wasserwehr. Gemeint ist damit die neue Lagerhalle für mobile Hochwasserschutzwände, die derzeit in Schönebeck errichtet wird. Die Einsatzkräfte hatten sich eigene Umkleidekabinen und Sozialräume vor Ort gewünscht. Doch dafür hatte das Geld nicht mehr gereicht. Das Problem für die Wasserwehr: „Die Halle ist 2,5 Kilometer vom Gerätehaus in Frohse entfernt.“ Nicht gerade eine besonders fußläufige Entfernung, gerade im Notfall bei einem Hochwasser.

Haus der Vereine wird nicht verkauft

Dass die Wasserwehr das Gerätehaus in Frohse nutzen soll, hat allerdings auch noch einen anderen Grund. Denn ursprünglich wollte die Stadtverwaltung das Gerätehaus als Ersatz für das Haus der Vereine in Frohse anbieten. Das Haus der Vereine wiederrum sollte eigentlich verkauft werden und die verschiedenen Vereine und die Volkssolidarität in das Gerätehaus umziehen. Dagegen hatte sich allerdings Widerstand bei den Nutzern geregt. „Das Gerätehaus ist überhaupt nicht barrierefrei und könnte vor allem von vielen älteren Besuchern überhaupt nicht betreten werden“, sagte Katja Michler vom Soziokulturellen Zentrum Treff. Die Einrichtung hat das Haus der Vereine gemietet und verwaltet es für die verschiedenen Vereine und Nutzergruppen.

Im Gerätehaus befinden sich die meisten Räume im ersten Stock, der nur über eine relativ steile Treppe zu erreichen ist. Angemerkt wurde bei der Bürgerversammlung in Frohse noch, dass vor allem die Toiletten für die Männer im Haus der Vereine dringend repariert werden müssen. Mitarbeiter der Stadtverwaltung notierten das Anliegen.