Salzwedel l Der Lockdown in der Corona-Pandemie stellt die Menschen vor enorme Herausforderungen. Gerade für jene, die zur Risikogruppe gehören, ist die Nachbarschaftshilfe da. Auch 2021 helfen die Salzwedeler kostenlos ihren Mitmenschen. „Salzwedel zeigt sich solidarisch“, titelte die Volksstimme Ende März 2020. Und daran hat sich auch im Januar 2021 nichts geändert. Noch immer sind zahlreiche Helfer für Hilfsbedürftige da.

„Wir haben die Initiative beim 1. Lockdown Anfang März 2020 gegründet“, erinnert der 38-jährige Salzwedeler Raik Ohlmeyer. Der Gedanke: Jenen, die zur Risikogruppe gehören und vielleicht nicht einkaufen gehen können, soll geholfen werden.

Gesagt, getan. „Innerhalb von zwei Tagen hatten wir mehr als 400 Mitglieder.“ Gemeint ist die Gruppe „Solidarisches Salzwedel“, die sich auf Facebook vernetzte. Noch heute können dort Hilfesuchende die Gruppe kontaktieren oder Helfer ihre Dienste anbieten. „Etwa 50 Menschen konnten wir durch die Gruppe helfen.“ Ob der Gang zum Supermarkt, Botengänge oder mal den Hund auszuführen.

Hilfe für Senioren

Und die Hilfe erstreckt sich über die Grenzen der alten Hansestadt. Denn auch in Arendsee und Fleetmark konnte so Menschen geholfen werden.

„Bei den Hilfesuchenden handelt es sich Großteils um Senioren“, so Raik Ohlmeyer weiter. Aber nicht nur. „Ich habe auch schon für eine Krankenschwester das Nötigste besorgt, da sie nicht zum Einkaufen kam“, so der 38-Jährige. Milch und Toilettenpapier, welches beim ersten Lockdown zur Mangelware wurde, habe er organisiert.

Doch nicht nur der Einkauf ist es, worum sich Mitglieder der Gruppe im Zweifel kümmern. Raik Ohlmeyer erinnert sich, dass ein Rentner um Hilfe bat, der in seiner dunklen Wohnung saß. „Dort habe ich einfach nur eine Glühbirne gewechselt“. Oder auch mal ein Waschmaschine getragen.

Kurz vor Weihnachten sei Ohlmeyer nochmal für jemanden einkaufen gewesen. Doch nach dem ersten Lockdown sei die Nachbarschaftshilfe etwas eingeschlafen. Schade, wie der Salzwedeler befindet: „Wir sind weiterhin für Sie da.“

Wenn also Menschen der Region Hilfe benötigen, könne weiterhin die Gruppe kontaktiert werden. Das geht beispielsweise über folgende E-Mail: raiksaw@freenet.de. Alternativ ist Raik Ohlmeyer über seine Mobilfunknummer erreichbar: 0176/433 76 962