Diesdorf l Der Unmut einiger Gäste über den Regen war im Laufe das Abends im Diesdorfer Freilichtmuseum schnell verflogen. Die Veranstalter um Museumsleiter Jochen Hofmann mussten schnell etwas umdisponieren und verlegten den ersten Auftritt der Tanzgruppe „Celtic Minds“ kurzerhand in die Scheune Hilmsen. Die Festbesucher folgten seinem Aufruf und sparten in der vollen Scheune nicht mit Applaus für die Vorführung traditioneller irischer Tänze mit einigen Show-Elementen.

Bereits zum vierten Mal gab es das Irish-Folk-Open-Air damit in der Freiluftausstellung am Rande Diesdorfs. „Wir haben 266 zahlende Gäste“, freute sich der Museumschef, dass trotz des gut einstündigen Regenintermezzos so viele Gäste gekommen waren, um dem Duo „Whiskey und Starkbier“ zu lauschen und dabei Guiness und Irish-Stew zu genießen. „Das Fest hat sich etabliert“, stellte Hofmann abschließend erfreut fest. Im Vorjahr – bei Sonnenschein – waren nur wenig mehr Besucher zum irischen Abend gekommen.

Schnelle Schrittfolgen

Nachdem der Himmel über dem Museumsgelände aufklarte, kamen die Besucher schnell wieder aus dem großen Zelt heraus und schauten sich auch den zweiten Auftritt der „Celtic Minds“ – diesmal im Freien – mit Freude an. Seit 13 Jahren gibt es den Verein Irish-Dance Stendal-Gardelegen, berichtete der Vorsitzende Stephan Zehrendt nach dem schweißtreibenden Auftritt. Und die Frauen und Männer hatten ihr ganzes Können der schnellen Schrittfolgen gezeigt. Das Publikum jedenfalls war begeistert.

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Und die Gäste waren nicht nur aus der Altmark sondern auch aus dem nahen Niedersachsen nach Diesdorf gepilgert. So wie Heidi und Karl Heinz Waldera aus Voitze bei Brome. „Uns macht das nichts aus“, hatten sie zunächst unterm Regenschirm den Klängen von „Whiskey und Starkbier“ gelauscht. Das Duo bilden Martin Pfeifer (Gitarre) und Jens Thieme (Fiddle). Sie spielten traditionelle irische Stücke und ab und an auch deutsche Partyklassiker in neuem, grün-eingefärbten Gewand. Und mit den letzten Titeln stürmten die Gäste zu später Stunde sogar noch die Tanzfläche, die zuvor den Profis vorbehalten war.