Pretzier l Die Vorfreude ist Norbert Wernecke anzusehen: Heute erfüllt sich mit der Teilnahme an der Offenen Skat-WM in Berlin für den Pretzierer ein langgehegter Wunsch. Das Programm sieht für den heutigen Tag lediglich die Anmeldung vor. Die Spiele beginnen am morgigen Sonnabend. Und das wird alles andere als ein gemütlicher Spielenachmittag werden: „Eine Runde sind 48 Spiele, die innerhalb von 2 Stunden zu absolvieren sind. Drei Runden pro Tagt werden gespielt“, erzählt Norbert Wernecke, „das geht sehr schnell und ist auch sehr anstrengend.“

Hinterher fühle man sich, als ob man zwölf Stunden am Stück gearbeitet habe, vergleicht er. Der kleinste Fehler werde sofort bestraft. „Es wird auf sehr hohem Niveau gespielt, und alle wollen gewinnen“, fügt er schmunzelnd hinzu. Dass man gut schlafen und sich bewusst ernähren solle, gehöre zur Vorbereitung dazu.

Schon als Kind Skat gelernt

Um den Deutschland-Pokal habe er bereits mitgespielt. Aber bei einer Weltmeisterschaft war er noch nicht dabei, zumal man sich für eine offene WM auch nicht vorher qualifizieren müsse. Natürlich sei er aufgeregt, gesteht Norbert Wernecke. „Aber diese Chance, an einer WM im eigenen Land teilzunehmen, die bekommt man nur einmal.“

Im Kindesalter habe er das Skatspiel von seinem Vater gelernt, später viel mit den Nachbarn gereizt. Für die Antwort auf die Frage, was für ihn das Faszinierende am Skatspiel ist, muss Norbert Wernecke einige Augenblicke überlegen. „Man weiß nicht, welche Karten der andere auf der Hand hat“, sagt er schließlich. Zwei bis drei Mal pro Woche steht für ihn Skatspielen, also Training, auf dem Programm. Gute Wünsche für eine erfolgreiche Teilnahme? „Bloß nicht“, sagt Norbert Wernecke und lacht.