Salzwedel l „Wir müssen dort etwas machen und anfangen, auch wenn wir keine Fördergelder bekommen“, sagte am Dienstagabend Bürgermeisterin Sabine Blümel in der Sitzung des Betriebsausschusses „Kindertagesstätten Salzwedel“. Die Verwaltung habe die Kita Siebeneichen weiter auf der Agenda. Deshalb wurde Betriebsleiterin Doris Gensch damit beauftragt, weitere Fördermöglichkeiten für das Projekt auszuloten.

130.000 Euro soll laut Planansatz die Sanierung der in die Jahre gekommenen Heizungsanlage, die in den 1960er/1970er Jahren entwickelt wurde, kosten. Nicht nur aus ökonomischen, sondern auch aus ökologischen Gründen ist die Anlage auf Dauer nicht zu halten. Nicht viel besser sieht es mit den Nachtspeicheröfen aus, die ebenfalls veraltet sind. Das haben in der Vergangenheit auch verschiedene Eltern moniert und die Heizung als Sicherheitsrisiko bezeichnet. Kinder hätten sich an den Öfen verbrannt.

Keine Finanzmittel für Eigenbetrieb

Nun scheinen Eigenbetrieb und Stadtverwaltung Nägel mit Köpfen machen zu wollen. Doris Gensch wird sich in den nächsten Tagen und Wochen auf die Suche nach Möglichkeiten machen, um doch noch Zuschüsse für das Projekt im Kinder-Eltern-Zentrum (KEZ) zu bekommen. Das ist auch notwendig, weil der Jugendhilfeausschuss des Altmarkkreises im Juni beschlossen hatte, dass der Salzwedeler Eigenbetrieb kein Geld aus dem Bundesprogramm „Kinderbetreuungsausbau“ erhält, sondern die Summe in den Neubau einer Kita in Kusey fließt.

Natürlich sei es schade, dass „wir nichts bekommen haben, aber ich freue mich für die anderen“. Doch es gibt eine kleine Hoffnung: Unter Umständen könnte es zu einer gewissen Umverteilung der Fördersumme kommen. Dann nämlich, berichtete Gensch am Dienstag, wenn es zu „erheblichen Abweichungen von den eingereichten Angaben bezüglich der Baukosten des Ersatzneubaus der Stadt Klötze“ komme. Dies habe ihr der Kreis in einem Schreiben mitgeteilt. Doris Gensch ist zuversichtlich, dass das Projekt 2019 umgesetzt werden wird. Letztlich müsse der Stadtrat darüber entscheiden.