Salzwedel l Im kommenden Jahr kann der städtische Eigenbetrieb für die Kindertagesstätten auf solider Basis wirtschaften. Wird alles so umgesetzt wie geplant, muss die Stadt für die Kinderbetreuung in ihrem Gebiet ein Defizit von rund 2,936 Millionen Euro ausgleichen. So weist es der Entwurf des Wirtschaftsplans für 2020 aus. Eigenbetriebsleiterin Doris Gensch stellte das Zahlenwerk am Dienstag im Ausschuss vor.

Sie geht davon aus, dass monatlich voraussichtlich 1160 Plätze belegt sein werden. Davon sollen 185 entfallen auf den Krippenbereich, 500 sind Kindergarten- und 450 Hortplätze, so die Prognose. Wobei es bei der Betreuung der Kinder bis drei Jahre mit dem Bedarf deutlich nach unten gehe. Stabil sehe es hingegen im Kindergartenalter mit der Belegung aus. In den Horten wird eine Erhöhung der Kapazität um 75 Plätze erforderlich sein. 180 bis 190 Mitarbeiter sind im Schnitt für den Eigenbetrieb tätig. Ausschussmitglied Christiane Lahne wollte wissen, ob sie, wie vor Längerem erforderlich, verkürzt arbeiten müssten. Diese Zeit sei lange vorbei, entgegnete die Eigenbetriebs- chefin. Inzwischen werde sich nach dem Bedürfnis der Kollegen gerichtet, denn nicht alle wollten die volle Stundenzahl arbeiten. Im Schnitt seien die Erzieherinnen zwischen 27,5 bis 35 Stunden in den Einrichtungen tätig.

Besonders hoch fällt im Erfolgsplan für 2020 der Punkt sonstige Aufwendungen mit 911 .000 Euro aus. Das hat einen besonderen Grund. In diesen Bereich fallen die Werterhaltungen an den Gebäuden und Anlagen der Kitas. Dabei sind allein rund 500.000 Euro für das Kinder-Eltern-Zentrum (KEZ) Siebeneichen vorgesehen. Dort soll die Heizungsanlage komplett erneuert werden. Ein Vorhaben, das schon seit Längerem auf der Agenda steht. Denn das Haus wird noch mit Nachtspeicheröfen geheizt. Gleichzeitig müssen 100.000 Euro in den Brandschutz investiert werden.

Die Planung dafür zog sich in die Länge. Damit beide Baumaßnahmen in einem Zuge erfolgen können, war die Umsetzung auf das nächste Jahr verschoben worden. Bis Ende September sollen die Bauanträge eingereicht sein, damit einem zeitigen Baustart nichts mehr im Wege steht.

Detaillierte Planung

Ein zweites größeres Vorhaben soll mit einem Gutachten und detaillierten Planungen auf den Weg gebracht werden. Denn die Propstei-Kita ist wegen Brandschutzmängeln gesperrt. Seit August werden dort aus diesem Grund keine Kinder betreut. Der Umzug in andere Einrichtungen sei reibungslos erfolgt. Es sei politischer Wille, den denkmalgeschützten Kindergarten zu erhalten. Die Eigenbetriebsleiterin will nun versuchen, geeignete Förderprogramme zu finden.