Salzwedel l Die Intention von Bürgermeisterin, Landrat und Polizeichef ist verständlich. Stadt und Kreis sollen nicht als Hort von Rechten gesehen werden. Das sind sie, was die Straftaten anbelangt, laut Statistik und Einschätzung der Polizei, auch nicht. Jegliche Verharmlosung ist dennoch fehl am Platz, sie könnte als Schönfärberei verstanden werden.

Ein offensiver Umgang mit allen Formen des Extremismus und dessen Auswirkungen auf die Gesellschaft wirkt ehrlich und kann anonymen Anschuldigungen die Stirn bieten. Fakt ist, es gibt eine starke und aktive linke Szene in Salzwedel. Die Rechten sind öffentlich nicht mehr so sichtbar, wie vor einigen Jahren. Sie vertreten aber auch ohne erkennbare Strukturen ihr grauenhaftes Gedankengut und sind nicht plötzlich zu Unschuldslämmern geworden.