Alle eingereichten Projektvorschläge und ihre Antragsteller

ESF-Projekte

Gartenakademie Sachsen-Anhalt: Umsetzung Strategien und Konzepte „Natur im Garten“;

Freundeskreis Ökodorf: Coachingprojekt Stärkung gemeinschaftlicher Projekte auf dem Land;

EFRE-Projekte

Gemeinde Iden: Sanierung Turnhalle in Iden;

Förderverein St.-Nikolaus-Kirche Beuster: Sanierung Seitenschiffe;

Hansestadt Seehausen: barrierefreier Zugang Salzkirche, Umbau Fachwerkhaus zu einer Toilette für die Salzkirche;

Gemeinde Rochau: Sanierung Turnhalle in Rochau;

Freunde der Gutskirche Schönfeld: Schaffung haustechnischer Infrastruktur (Strom), Gestaltung Außenanlagen, Vorbereitung der Errichtung einer Fahrrad-Raststation am neuen Radwanderweg;

Förderverein Klosterkirche Dambeck: Rettung und Wiederaufstellung zweier Epitaphien sowie der Gestühlbrüstung;

Förderverein Fachwerkkirche Rathsleben: Altar- und Deckensanierung;

Verbandsgemeinde Seehausen: Sanierung und touristische Nutzung Türmerwohnung;

ELER-Kooperationsprojekte

Kirchenkreis Salzwedel: Untersuchung mittelalterlicher Wandmalereien in altmärkischen Kirchen;

Landfrauenverband: FrauenOrte in Sachsen-Anhalt;

Atelierhaus Hilmsen: Zusammenarbeit von Künstlern im ländlichen Raum;

Thomas Hartwig, Bretsch: Route der Großsteingräber;

Förderverein Historische Region Lindstedt: Rural Campus (Wissenstransfer in den ländlichen Raum);

Künstlerstadt Kalbe: Kultmark;

Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck: Knotenpunktbezogene Wegweisungen Radwandern;

Hansestadt Osterburg: Europäischer Bürgeraustausch Osterburg-Wielun (Polen);

Rainer Kranz/Ralf Engelkamp, Krevese: Bismarck-Land-Altmark;

Zichtau blüht: Gärten zwischen den Gartenträumen, Lehr- und Schaugarten „Natur im Garten“;

Altmarkkreis Salzwedel: Ökologische Gestaltung und Pflege öffentlicher Grünräume im Freilichtmuseum Diesdorf;

ELER-Projekte

Christian Borm, Meßdorf: Innenausbau und gartenpflegerische Maßnahmen Villa Nadermann;

Elements - Susanne und Eduardo Figuelredo, Vielbaum: Seminarort Naturerlebnishof;

Ralf Tegtmeier, Meßdorf: Erhalt und Fortführung des Schmiedens als typisches Handwerk;

Windspieler - Marlen Liebau, Querstedt: Projekt Qunstscheune;

Tierarztpraxis Dr. Helge Loose, Jübar: Umnutzung ehemaliger landwirtschaftlicher Gebäude zu Praxisräumen;

Stadt Arneburg: Umbau ehemaliges Landwarenhaus durch Ersatzneubau in Arztpraxis, Ausbau Außenanlagen Stadthalle, Errichtung eines Lehr- und Wanderpfades sowie eines archäologischen Lehrpfades, Errichtung Aufzugsanlage zum Burgberg;

Pension und Reiterhof Trumpf, Hohenberg-Krusemark: Erweiterung touristischer Angebote, Ausbau Scheune;

Pension Gutshaus Krusemark: Ausbau Fremdenzimmer, Außengestaltung, Erweiterung Wellnessangebot;

Atelierhaus Hilmsen: Sanierung Werkstatt;

Altmarkkreis Salzwedel: Abriss ehemalige Finnhütte, Machbarkeitsstudie Wiederaufbau und Nutzung niederdeutsches Hallenhaus aus Wanzer, Ausbau 1. Obergeschoss der Hopfendarre aus Wollenhagen als Ausstellungsraum (alles im Freilichtmuseum Diesdorf);

Tatjana von Katte von Lucke, Stendal: Sanierung ehemaliger Plagemannscher Hof in Sandauerholz;

Gemeinde Eichstedt: Ausbau Kulturzentrum;

Wir für Darnewitz: Element Wasser im Findlingspark;

Hennig von Katte von Lucke, Stendal: Sanierung historische Feldsteinscheune auf dem Gutshof Dalchau;

Gemeinde Goldbeck: Umgestaltung ehemaliges Industriegebäude zum Veranstaltungszentrum in Goldbeck;

Förderverein Historische Region Lindstedt: Vorbereitung der Rekonstruktion einer mittelalterlichen Turmhügelburg und Erstellung eines Konzeptes;

Förderverein Alte Darre Diesdorf: Errichtung generationsübergreifendes Kulturzentrum in der historischen Darre;

Traditionsverein Erdöl-Erdgas: Wanderausstellung „Geschichte der Erdgasförderung in der Altmark“ mit Vorträgen;

Pferdesportverein Pegasus Gladigau: Überdachung Longierzirkel der Mini-Reithalle;

Jeetzeschule Salzwedel: Grünes Amphittheater;

Gemeinde Aland: Erhalt/Sanierung Heimatstube Krüden;

Hansestadt Seehausen: barrierefreier Zugang Stadtinfo/Bibliothek, Sanierung Sporthalle Geestgottberg, Sanierung Dorfplatz/Platz um die Schmiede in Beuster, Instandsetzung Stadtmauer an der Fabrikstraße in Seehausen;

Stadt Kalbe: Erneuerung Heizung und vordere Fensterfront Mehrzweckhalle Brunau, energetische/strukturelle Verbesserung Catering-, Eingangs- und Fensterzone des großen Saales im Kulturhaus;

Andrea Daries, Kalbe: Machbarkeitsstudie Projekt Wassermühle;

Mühlenverein Werben: Instandsetzung Bockwindmühle;

Kirchengemeinde Kläden: Sanierung Kirche in Kläden;

Kirchengemeinde Orpensdorf: Sanierung Kirche in Orpensdorf;

Pferdesportverein Hohenberg-Krusemark: Errichtung Bewegungs-/Dressurplatz;

Stiftung Kloster Dambeck: Klosterkrug Dambeck;

Verbandsgemeinde Seehausen: Grenzturm Bömenzien;

Hansestadt Osterburg: Bau Einstiegsstellen/Querungshilfen für Wassertouristen auf Biese und Aland, Sanierung Fassade Diakonie Meseberg, Neubau/Erweiterung Spielplatz Osterburg, Neubau Aktiv-Spielplatz Düsedau, Sanierung Friedhofsmauer und Kirche in Krumke;

Verbandsgemeinde Arneburg-Goldbeck: Ausbau Außenanlagen Rathaus Arneburg;

Gemeinde Hassel: Errichtung Spielplatz in Hassel;

Gemeinde Altmärkische Höhe: Sicherung/Aufwertung Spielplätze;

Hansestadt Salzwedel: Bau Wohnmobilstellplatz Salzwedel;

Hansestadt Werben: Sanierung Sanitär-/Sozialgebäude am Campingplatz Werben;

Gemeinde Rohrberg: Sanierung Toiletten-/Heizhaus und Errichtung Reparaturstützpunkt für Radtouristen am Ahlumer See.

Quelle: LAG Mittlere Altmark

Beetzendorf l Das Interesse an Projekten im Rahmen des Leader-Programms hat für 2017 alle Erwartungen übertroffen. Insgesamt 85 Vorschläge von Akteuren aus dem Bereich der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Altmark, die den gesamten Norden der Altmark von Diesdorf bis Werben umfasst, wurden bis zum Stichtag 15. September eingereicht. „Knapp die Hälfte davon stammt von Kommunen, 29 Prozent von Vereinen und der Rest von Privatleuten, Kirchen und Unternehmen“, informierte Wolfgang Bock vom Leader-Management am Montagabend bei einem Forum im Beetzendorfer Bürgerzentrum.

Die Mehrzahl der Vorhaben (71 Prozent) orientieren sich an Fördergelder aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes (ELER). Daraus wurden der LAG für 2015 bis 2017 insgesamt 2,6 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Problem: ein Großteil der Summe ist bereits verbraucht. „Es sind nur noch zwischen 300 000 und 500 000 Euro übrig“, erklärte Wolfgang Bock. Die nächste Rate des Landes werde erst 2018 ausgezahlt. „Der Vorstand hat sich aber gegenüber der Landesregierung dafür stark gemacht, dies auf dieses Jahr vorzuziehen“, so Bock. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.

Prioritätenliste am 1. November

Fest steht: Der Vorstand der LAG muss aus den eingereichten Vorschlägen jetzt eine Prioritätenliste erarbeiten, über die die Mitgliederversammlung am 1. November in Krumke entscheidet. „Dazu werden Punkte nach einem festgelegten Kriterienkatalog vergeben“, so Bock. Wie schwierig das ist, zeigte sich bei der ersten Befassung des Vorstands mit der Materie im Vorfeld des Forums. „Sie haben zwei Stunden zusammengesessen und sich vertagt“, verriet Wolfgang Bock.

Entsprechend der Prioritätenliste werden die Vorhaben dann nach und nach abgearbeitet ‑ solange das Geld im LAG-Topf reicht. Ist die Prioritätenliste vom Landesverwaltungsamt genehmigt, können die Förderanträge bis 1. März 2017 eingereicht werden, die dann entscheidet. „Im Schnitt dauert es dann drei bis vier Monate, bis der Zuwendungsbescheid vorliegt“, erklärte Wolfgang Bock. Für diejenigen, die leer ausgehen, gibt es 2018 eine neue Chance. „Dann steht auch wieder mehr Geld zur Verfügung“, so Bock. Allerdings müsse auch ein neuer Antrag gestellt werden.

ESF- und EFRE-Vorhaben

Sehr gute Chancen, komplett Berücksichtigung zu finden, haben die zwei Anträge, die auf Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) spekulieren, und die zehn Projekte, die den Europäischen Regionalfonds (EFRE) anzapfen wollen. Auf beide Fördertöpfe kann die LAG 2017 erstmals zurückgreifen. 300 000 Euro stehen aus dem ESF, 500 000 Euro aus EFRE zur Verfügung. „Damit können wir alle beantragten Projekte durchführen“, ist sich Wolfgang Bock sicher.

Während bei ESF-Projekten soziale und arbeitsmarktrelevante Themen im Mittelpunkt stehen, werden EFRE-Mittel für die energetische Sportstättensanierung und besondere kulturelle Einrichtungen gewährt. „Deshalb sind auch einige Kirchen in der Liste enthalten, die aber zu mindestens 80 Prozent für kulturelle Zwecke genutzt werden müssen“, so Wolfgang Bock. Elf eingereichte ELER-Projekte sind als Kooperationsvorhaben mit anderen Regionen und Ländern geplant.