Salzwedel l Auf der Präsentation, die Architekt Peter Weber im Kreis-Bauausschuss vorstellte, passt die neue Halle zu 100 Jahre Bauhaus: klare gerade Formen, funktional, hell. Vom Grundriss her zum Vorgängerbau um 180 Grad gedreht und etwas kleiner. Dafür wird der Vorplatz etwas großzügiger ausfallen. Die um 50 Quadratmeter geringere Grundfläche werde aufgrund besser angeordneter Funktionsräume ausgeglichen, erklärte Weber. Insgesamt wird die Halle 730 Quadratmeter groß und dabei etwa 36 Meter lang und elf Meter hoch sein. Optisch sollen Backstein und Glas die beherrschenden Materialien der Fassade sein. Barrierefreiheit mit großzügigen Behinderten-WCs und Duschen sowie einem Aufzug sei eine Grundvoraussetzung für die künftigen Nutzer der Sportstätte, betonte der Architekt. Der Bau wird so konzipiert, dass er über eine natürliche Lüftung verfügt und eine Schwarz-Weiß-Trennung zwischen Sport- und Umkleidebereich gegeben ist, erklärte Weber.

Die Kosten belaufen sich inklusive des Abrisses auf 2,65 Millionen Euro. Der Altmarkkreis hatte sich vor einiger Zeit dazu durchgerungen, weil eine Sanierung der alten Halle rund 1,6 Millionen Euro gekostet hätte. Die jetzige Vorgehensweise wurde als nachhaltiger und ökonomischer eingestuft. Der Kreis erhält für das Projekt Zuwendungen aus dem Bundesprogramm zur Verbesserung der Schulinfrastruktur. Anfang November sollen der Bau- und der Fördergeldantrag eingereicht werden.

Alternativen für Schul- und Vereinssport

Auf den Neubau können sich nicht nur die Regenbogen- und die Pestalozzischüler freuen. Die alte Halle ist vom Nachmittag bis in den Abend von montags bis freitags für den Vereinssport ausgelastet, unter anderem mit den Sportarten Gymnastik, Fußball und Volleyball. Die Fanfarengarde Salzwedel hat dort ebenfalls ihr Domizil. Doch bis alle von den Vorzügen profitieren können, ist mit dem Abriss des Altbaus und den Bauarbeiten eine Durststrecke zu überstehen, in der für den Schul- und den Vereinssport Alternativen gefunden werden müssen.

Gebaut wird im kommenden Jahr auch auf dem Gelände der gegenüberliegenden Förderschule Pestalozzi, und zwar ein Spiel- und Erlebnisplatz, der speziell auf die Bedürfnisse der Jungen und Mädchen zugeschnitten sein soll. An der Schule werden auch Schüler unterrichtet, die einen Förderbedarf in ihrer emotionalen und sozialen Entwicklung haben.

Ruhiges Umfeld

Darauf soll das schulische Umfeld mit dem Schaffen ruhiger reizarmer Räume ausgerichtet werden. Dies wollen die Planer mit einer neutralen Farbgebung, der Verwendung natürlicher Materialien, runden geschwungenen Formen, optischen Trennungen der einzelnen Bereiche und einem Schallschutz zur angrenzenden Straße erreichen.

Der Spielplatz wird in Absprache mit den Lehrern und der Schulleitung mit einer Beachvolleyballanlage, einem Sandkasten, einer Kletterkombination, Schaukeln und einem „Grünen Klassenzimmer“ gestaltet.