Salzwedel l Wenn künftig Fahrzeuge mit Münchener oder Hamburger Kennzeichen im Altmarkkreis unterwegs sind, muss das nicht heißen, dass die Halter aus diesen Großstädten stammen. Es können auch Einheimische sein, die die Kennzeichen des Vorbesitzers ihres neuen Wagens, der Einfachheit halber behalten. Diese Umschreibung auf einen neuen Halter, kann der Käufer eines Autos, gleich in der Ferne erledigen und dann ohne weiteren bürokratischen Aufwand mit seiner Neuerwerbung in die Heimat zurückkehren. Die Nummernschilder können am Fahrzeug bleiben, die Pflicht zu regionalen Kennzeichen ist aufgehoben.

Möglich macht dies das seit gestern freigeschaltete erweiterte Online-Portal der Kfz-Zulassungsstelle. Es soll den Kunden den oft mit längeren Wartezeiten verbundenen Gang in die Kreisverwaltung ersparen. Dazu müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein.

Für Lokalpatrioten

„Vor allem die Einwohner aus dem Süden des Kreises, wie aus Mieste oder Letzlingen werden froh sein, dass sie mit dem neuen Service nicht mehr so weite Wege auf sich nehmen müssen“, sagt der zuständige Dezernent Hans Thiele.

Wer als echter Lokalpatriot seine altmärkische Herkunft auch weiter über das Kennzeichen seines Autos nach außen darstellen möchte, kann ebenfalls online SAW, GA oder KLZ mit persönlichen Buchstaben oder Zahlen registrieren lassen. Den Weg in die Kreisstadt muss er dennoch nicht auf sich nehmen, die gewünschten Nummernschilder und die anderen Papiere sowie die TÜV-Plakette werden nach einer Prüfung der Online-Anmeldung zugeschickt.

Die gesetzlichen Voraussetzungen dazu gibt es bereits seit 1. Oktober. „Wir haben etwas länger gebraucht. Aber in anderen Landkreisen funktioniert es gar nicht“, sagt Hans Thiele. Die Internetseite des Kreises musste zunächst mit dem zuständigen Bundesamt hinsichtlich der unterschiedlichen Szenarien abgestimmt werden.

Ob der neue Online-Service auch Entlastung für die Mitarbeiter der Kfz-Zulassungsstelle mit sich bringt, werde sich noch zeigen. Es sei abzuwarten, wie er genutzt wird. „Vielleicht können sie dann endlich mal pünktlich Feierabend machen“, sagt der Dezernent.