Salzwedel l In Rekordzeit ist im östlichen Teil des Mehrgenerationenhauses (MGH) an der Sonnenstraße ein Übergangsquartier für die Perver-Grundschule entstanden. Mit großem Einsatz aller Beteiligten, wie Salzwedels Bürgermeisterin Sabine Blümel am Montag (31. August) bei einer Besichtigung der Räume lobte. Erst im Juli konnten die ersten Aufträge für den Umbau ausgelöst werden. Denn die Idee, in das Haus zu investieren und dort Klassen- und Funktionsräume einzurichten, sei recht kurzfristig entstanden.

Die Stadt will damit „zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“, wie Blümel sagte. Zunächst sollen die Jungen und Mädchen, der Perver-Grundschule und im kommenden Jahr nach den Winterferien der Lessing-Grundschule dort unterrichtet werden. An beiden Schulgebäude laufen gerade umfangreiche Sanierungsarbeiten.

Gebäudeteil wird später abgerissen

Wenn die Grundschüler wieder ausgezogen sind, ziehen das MGH mit seinen sozialen Angeboten und der Jugendtreff vom maroden West- in den sanierten Ostflügel um. Der nicht mehr benötigte Teil des Hauses könne danach abgerissen werden. Dafür beantragt die Stadt Fördergeld aus dem Programm Stadtumbau Ost. Eine hundertprozentige Förderung ist möglich.

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Rund 150.000 Euro sind bisher in die Sanierung des Hauses investiert worden, wie die Bürgermeisterin bei der Besichtigung sagte. Damit ist noch nicht alles geschafft. So müssen noch einige Fenster ausgetauscht und Fußbödem erneuert werden. „Das machen wir dann nach und nach“, erklärte die Bürgermeisterin. Jetzt sei ersteinmal wichtig, dass der Unterricht reibungslos laufen könne.

Bürgermeisterin ist zufrieden

Die Räume für die Kinder und die Lehrer sind bereits zum größten Teil mit neuen Fenstern ausgestattet worden. Erneuerte Bodenbeläge und Fliesen, schicke Sanitärräume, frische Farbe an den Wänden, die Klassenzimmer hübsch eingerichtet – auch wenn noch einige Kleinigkeiten zu erledigen sind, der Schulbetrieb ist gesichert. „Es ist wirklich eine gute Lösung, ich bin voll zufrieden“, betonte Blümel. Eine Herausforderung und mit erheblichen Kosten verbunden, war die Einhaltung des Brandschutzes, mit dem Ausweisen von zweiten Fluchtwegen. Aber auch das sei gemeistert worden. Blümel dankte allen Mitarbeitern ihres Hauses und der Firmen, „die mit Hochdruck gearbeitet haben“, um den Termin halten zu können.

Die dritten und vierten Klassen der insgesamt 86 Schüler haben im Gebäude ihre Klassenräume, die ersten und zweiten Klassen in einem auf dem Gelände aufgestellten Container, der ausreichend Platz bietet. Bevor die rund 260 Lessingschüler dort einziehen, sollen weitere Container geordert werden.

Auch für die Lehrer seien die Tage vor dem Schulstart nervenaufreibend gewesen, berichtet Schulleiterin Angela Ritter-Hundt. Noch am Sonnabend sei bis in den Abend um- und eingeräumt worden. Auch sie hätten sich ein großes Dankeschön verdient.