Salzwedel l „Es geht darum, in den Landtag von Sachsen-Anhalt zu kommen“, sagt der Salzwedeler Nils Krümmel. Die Partei will eine Alternative für jene sein, die sich von den etablierten Parteien nicht vertreten fühlen. Deshalb werden derzeit die Freien Wähler Altmark – aus beiden altmärkischen Landkreisen – und eine Ortsgruppe in Salzwedel gegründet. Ziel: „Wir wollen in jeder Stadt vertreten sein.“ Von Arendsee bis Stendal, von Gardelegen über Osterburg bis Klötze und Tangermünde. Grund für den Vorstoß laut Krümmel: „Wir wollen an Gesetzen mitwirken. Nur kommunalpolitisch können wir nichts verändern.“

Und Nils Krümmel weiß, wovon er spricht. Er ist seit mehreren Jahren kommunalpolitisch als Stadtrat in Salzwedel für eine Wählergemeinschaft aktiv.

Mitstreiter gesucht

Bisher seien in Salzwedel vier Kandidaten für eine Ortsgruppe bereit. Einer davon: Nils Krümmel. „Wir brauchen aber mindestens fünf.“ Daher sucht der Salzwedeler nun weitere Mitstreiter. Gleiches gilt für die Vertreter der Freien Wähler Altmark auf Kreisebene. „Wer möchte, kann mich direkt auf der Straße ansprechen, in die Grüne Laterne in Salzwedel kommen oder schreibt uns auf unserer neuen Facebook-Seite.“

Bevor sich Nils Krümmel zu diesem Schritt entschied, hat er Kontakt zur Bundespartei gesucht. „Die haben mich dann an die Landespartei in Magdeburg verwiesen.“ Dort sei man sich über das weitere Vorgehen schnell einig gewesen. „Vor 14 Tagen waren Vertreter der Partei aus Magdeburg in Salzwedel“, verrät Krümmel. Seit jeher arbeitet der Salzwedeler an der Bildung der Freien Wähler Altmark und einer Ortsgruppe in der Baumkuchenstadt.

Ein bekanntes Gesicht haben die Altmärker bereits. „Nico Schulz aus Osterburg, der vorher in der CDU war, gehört zu uns.“ Und mit Persönlichkeiten wie dem Osterburger, wollen die Freien Wähler bei der kommenden Landtagswahl im Juni 2021 bei den Wählern punkten.

Unterm Strich, so Krümmel, wollen die Freien Wähler in allen Wahlkreisen der Republik vertreten sein und so die Mitte stärken. „Unabhängig, sachbezogen, bürgernah und ideologiefrei“, formuliert es der Salzwedeler Stadtrat.

Ein wichtiger Grund, weshalb Krümmel auf die Tube drückt, ist: „Wenn wir erst einen Orts- und Kreisverband gegründet haben, bekommen wir auch finanzielle Mittel für den Wahlkampf.“ Beispielsweise um Plakate zu drucken, Flyer zu entwerfen, Bürgerdialoge zu finanzieren. „Wir partizipieren als Partei von der Parteienfinanzierung. Als Freie Liste geht das nicht.“

Mitbestimmen statt bestimmen lassen

Dass dieser Schritt bis in die Landesregierung führt, zeigt das Bundesland Bayern. „Dort regieren wir mit.“ Und genau das wollen sie künftig auch in Sachsen-Anhalt. Mitbestimmen, statt bestimmen lassen. „Wie bei den Straßenausbaubeiträgen“, nennt Krümmel als Beispiel.

Wie die nächsten Schritte genau aussehen, soll sich am 8. Februar entscheiden. „Dann kommt der stellvertretende Ministerpräsident aus Bayern, Hubert Aiwanger, nach Sachsen-Anhalt zum Hof-Dialog nach Hohendodeleben in die Börde. „Dann werden wir die letzten Details besprechen.“