Salzwedel l „Die polizeilichen Ermittlungen in Bezug auf den Brand in der Silvesternacht sind abgeschlossen“, heißt es aus der Polizeiinspektion Stendal nach Anfrage der Volksstimme. Zur Erinnerung: In der Nacht vom 31. Dezember 2019 zum 1. Januar 2020 ist das Antiquitätengeschäft in einem historischen Fachwerkhaus in Salzwedels Holzmarktstraße komplett ausgebrannt.

Im Laufe der Ermittlungen konnten die ermittelnden Polizeibeamten einen technischen Defekt als Brandursache ausschließen, heißt es in dem Antwortschreiben weiter. „Vielmehr haben die Ermittlungen ergeben, dass es sich um ein Brandstiftungsdelikt handelt“, sagte Beatrix Mertens von der Pressestelle der Stendaler Polizeiinspektion.

Keine konkrete Ursache

Doch auch wenn es ein Brandstiftungsdelikt war: Was das Feuer nun schlussendlich entfachte, weiß man bei der Polizei bis heute nicht. „Die konkrete Brandursache konnte nicht ermittelt werden.“ Dies sei aufgrund der Spurenlage nicht eindeutig möglich gewesen. Daher gebe es auch keinen ermittelten Täter.

Wie der Salzwedeler Antiquitätenhändler Gerald Jericke, den viele nur „Jesus“ rufen, der Volksstimme erzählt, gehe die Staatsanwaltschaft Stendal tendenziell von einer Brandstiftung in seinem Geschäft aus. Jericke glaubt, dass mutmaßlich Langfinger in seinem Laden Feuer gelegt haben könnten, um die Spuren des Einbruchs zu verwischen. „Natürlich ist es auch weiterhin möglich, dass mir jemand eine Silvesterrakete in den Laden geschossen hat“, sagte der Händler, der sein Geschäft unweit der Ruine neu öffnete.

Wie hoch der Schaden unterm Strich war, weiß man bei der Polizei nicht. Ein Gutachten dazu liege nicht vor.

Neben dem Brand in der Holzmarktstraße würden seitens der Polizei im Altmarkkreis Salzwedel drei Ermittlungsverfahren im Zusammenhang mit Hausbränden geführt. „In den drei Fällen wird jeweils von einem technischen Defekt ausgegangen.“