Salzwedel (ds) l Ein völlig zerstörtes Wohnmobil stand am Mittwochmorgen am Rand der Bundesstraße 190 zwischen Salzwedel und Pretzier. Augenscheinlich war es frontal mit einem Baum kollidiert. Zeugen meldeten den Unfall gegen 8.50 Uhr der Polizei Salzwedel. Problem dabei: Vom Fahrer des Fiat-Wohnmobils fehlte jede Spur.

Wie Franziska Hotopp, Sprecherin des Salzwedeler Reviers, auf Anfrage mitteilte, wurde sofort ein Fährtensuchhund zur Unfallstelle an der Bundesstraße beordert. Er konnte direkt eine Fährte aufnehmen. „Noch im Nahbereich“, wie Hotopp sagte, „konnte der Fahrer gefunden werden.“ Wie sie weiter sagte, gab er an, dass er mit seinem Handy gespielt habe.

In Niedersachsen gestohlen

Vor Ort bemerkten die Beamten zudem, dass am Wohnmobil er Marke Fiat gefälschte Kennzeichen angebracht waren. Erste Ermittlungen vor Ort ergaben, dass es seit dem 18. September zur Fahndung ausgeschrieben ist, weil es in Niedersachsen gestohlen wurde.

Der Tatverdächtige wurde zur Vernehmung ins Polizeirevier Salzwedel gebracht. Hierbei gab er zu, der Unfallverursacher gewesen zu sein. Dass das Fahrzeug gestohlen war und gefälschte Kennzeichen hatte, sei ihm nach eigenen Angaben nicht bekannt. Die Polizeibeamten leiteten Ermittlungsverfahren wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort und Fahrens ohne Fahrerlaubnis gegen den Mann ein. Weiterhin wird wegen Hehlerei und Urkundenfälschung ermittelt, informiert die Polizei.

Am Nachmittag wurde der 25-Jährige nach Entscheidung der zuständigen Staatsanwaltschaft entlassen. Die B190 musste an der Unfallstelle halbseitig zum Zwecke der Unfallaufnahme und Spurensicherung gesperrt werden. Den Sachschaden schätzt die Polizei auf etwa 60.000 Euro. Für die Zeit der Unfallaufnahme und Bergungsarbeiten war die B 190 bis etwa 15.30 Uhr halbseitig gesperrt.