Müllentsorgung

Probleme bei der Müllabfuhr: Tonnen-Sammelplätze werden in mehreren Arendseer Ortsteilen eingerichtet

Vor allem in Lohne, in Lüge und am AltenGollensdorfer Postweg in Arendsee wird es Veränderungen geben. Verwaltung sucht nach passenden kommunalen Grundstücken.

Von Christian Ziems
Ein Papiercontainer an der Arendseer Friedensstraße. Dort bleibt alles wie gewohnt, in anderen Bereichen der Einheitsgemeinde sollen Sammelplätze eingerichtet werden. Foto: Christian Ziems

Arendsee

Mülltonnen, die nicht mehr direkt vor die Häuser gestellt, sondern erst eine bestimmte Strecke zu Sammelplätzen gezogen werden müssen: Dies soll in er Einheitsgemeinde Arendsee Realität werden. Allerdings nicht überall. In überwiegenden Teilen der Stadt und in den Dörfern bleibt erstmal alles beim Alten. Nicht aber am Alten Gollensdorfer Postweg in Arendsee sowie an mehreren kleineren Stichstraßen in Lüge sowie in Lohne. Hintergrund: Für größere Fahrzeuge gibt es strenge Regeln. Darauf wurde beim Ordnungsausschuss hingewiesen. So dürfe nicht rückwärts gefahren werden. In Bereichen ohne Durchfahrts- sowie Wendemöglichkeiten wird es problematisch - die Stadtverwaltung müsse darum reagieren.

Aktuell wurden die Schwierigkeiten Anfang des Jahres. Das Unternehmen Recyclinghof Farsleben GmbH hat das Entsorgen von Gelben Säcken übernommen, aber sie nicht überall abgeholt. An einigen Stellen – wie dem Birkenhain in Arendsee – konnte mit zusätzlichen Schildern „Anlieger frei“ schnell reagiert werden. Damit dürfen auch schwerere Müllfahrzeuge zum Abholen des Abfalls dort lang.

Straßen sind teilweise zu schmal

Aber andere Straßen sind zum Beispiel zu schmal. Bislang lief die Müllentsorgung dort trotzdem, es müsse aber mehr auf das Einhalten der Gesetze geachtet werden. Dies habe auch die kreiseigene Deponie GmbH in Gesprächen mit der Stadtverwaltung deutlich gemacht. Dort, wo es nicht anders geht, sollen Sammelplätze auf kommunalen Flächen eingerichtet werden. Voraussetzung: Diese müssen von schweren Lkw erreichbar sein. Derzeit werde an Details gearbeitet. „Wir suchen nach Kompromissen“, so Haupt- und Ordnungsamtsleiter Michael Niederhausen. Die Veränderungen betreffen nicht nur die Gelben Säcke. Zu den Sammelplätzen müssen also künftig auch Bio-, Hausmüll- und Papiertonnen gebracht werden. Genauso wie offenbar beim Sperrmüll. Denn es hieß am Dienstag, dies gelte für alle Abfallformen.

Hans-Joachim Hinze, Vorsitzender des Ausschusses, verwies auf zusätzliche Arbeit, die auf den kommunalen Wirtschaftshof zukomme. Denn die Mitarbeiter müssen auf den Sammelplätzen, die der Gemeinde gehören, regelmäßig für Ordnung sorgen und zum Beispiel mähen.