Salzwedel l Ungeachtet der Diskussion in der Landespolitik, das Straßenausbaubeiträge für Anlieger eventuell abgeschafft werden könnten, treibt die Hansestadt Salzwedel ihre großen Bauvorhaben in diesem Jahr voran. Neben der Altperverstraße (Volksstimme berichtete), für die die Ausschreibung bereits erfolgt ist, gerät dabei der Südbockhorn ins Blickfeld. Und dort im Besonderen die Kreuzung am sogenannten Dreiländereck. Auf Anfrage der Volksstimme bestätigte die Stadt nun, dass dort eine Umgestaltung geplant ist, die das Bild des Verkehrsknotenpunktes deutlich verändern wird.

Zum genauen Zeitplan konnte Bürgermeisterin Sabine Blümel noch keine Daten nennen. „Beabsichtigt ist, dass sowohl die Altperverstraße als auch der Südbockhorn noch 2019 fertiggestellt werden“, erklärt die Bürgermeisterin. Beide Straßen werden in weiten Teilen ein deutlich anderes Aussehen erhalten.

Veränderungen notwendig

Am Südbockhorn wird sich mit den Baumaßnahmen hauptsächlich der westliche Abschnitt ab der Kreuzung zur Jahnstraße verändern. „Im Bereich der Aufmündung Jahnstraße erfolgt eine grundlegende Änderung der Verkehrsführung, unter anderem entfällt der separate Abzweig vom Gerstedter Weg auf den Südbockhorn“, teilt Blümel mit. Des Weiteren werde auch die Einmündung zum Nordbockhorn für eine eindeutigere Verkehrsführung „einengend umgestaltet“. Blümel erklärt dazu, dass beide Veränderungen zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit notwendig seien.

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Während beim grundhaften Ausbau das Erscheinungsbild der Straße zwischen Nordbockhorn und Einmündung zur Neuperverstraße fast unangetastet bleibt, sind in anderer Richtung – von Jahnstraße bis Nordbockhorn – weitere Maßnahmen geplant. So sollen zwischen Jahnstraße und der Straße „An der Reitbahn“ senkrecht zur Fahrbahn Parkplätze angelegt werden.

Auch wenn es zum genauen Zeitplan für die Bauarbeiten an der Altperverstraße und am Südbockhorn noch keine Angaben gibt, teilt die Bürgermeisterin aber schon mit, dass an beiden Bereichen unter Vollsperrung gebaut werden müsse. Konkrete Umleitungen sollen zuvor bekanntgegeben werden. Anlieger und Pendler müssen sich demnach auf Einschränkungen einstellen.

1,46 Millionen Euro eingeplant

Im Haushaltsplan 2018 – der für 2019 liegt noch nicht vor – sind für den Ausbau des Südbockhorns rund 1,46 Millionen Euro eingeplant. Über das Gesetz zur Finanzierung von Investitionen des Kommunalen Straßenbaus wurde damals eine Zuweisung von 645.700 Euro erwartet. Die Anliegerbeiträge sind mit 366.000 Euro veranschlagt.

Wie unlängst bereits beim Verband kommunaler Wasser- und Abwasserbehandlung (VKWA) zu erfahren war, sind die Baupreise in den vergangenen Jahren allerdings in die Höhe geschnellt. Wie sich diese genau auf die genannten Bauarbeiten in der Altperverstraße und am Südbockhorn auswirken, bezifferte die Bürgermeisterin nicht genau. Blümel schreibt allerdings etwas schwammig: „Die hohe Kostensteigerung im Baugewerbe schlägt sich auch in den Ausschreibungsergebnissen nieder. Die im Haushaltsplan vorgesehenen Kosten sind nicht immer zu halten.“ Die gute Auftragslage im Baugewerbe habe „wider Erwarten zu einer geringeren Beteiligung“ bei Ausschreibungen geführt.

Zur Beteiligung der Anlieger hat eine Versammlung für die Altperverstraße bereits stattgefunden (Volksstimme berichtete). „Die Anliegerversammlung für die Baumaßnahme ‚Südbockhorn‘ erfolgt vor Baubeginn. Ein Termin wurde noch nicht festgesetzt“, antwortet die Bürgermeisterin auf Anfrage weiter.