Salzwedel l Noch befinden sich die Schüler des Landes in den Sommerferien. Wenn diese aber am 26. August enden, werden die Schüler der Perver-Grundschule vorläufig nicht in ihre Schule in der St.-Georg-Straße unterrichtet, sondern im Mehrgenerationenhaus an der Sonnenstraße. Grund dafür sind Renovierungsarbeiten in der Schule. Gleiches gilt nach den Winterferien für die Schüler der Lessing-Grundschule in Salzwedel, deren Bildungseinrichtung ebenfalls saniert wird.

Damit der Unterricht nach den Sommerferien im Mehrgenerationenhaus stattfinden kann, muss das marode Gebäude dafür vorbereitet werden. Zur Erinnerung: Das Gebäude macht seit Jahren mit seinem desolaten Zustand von sich reden: feuchter Keller, alte Heizung, undichte Fenster.

Umzug nach Teilabriss

„Anfang August beginnen die Demontage und der Einbau neuer Fenster in den Räumlichkeiten, die für den Schulbetrieb und darüber hinaus genutzt werden sollen“, erklärt Andreas Köhler, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit bei der Hansestadt. Auch die alte Elektronik wird auf Vordermann gebracht. 80 Prozent der Elektroarbeiten seien schon abgeschlossen, so Andreas Köhler: „Darunter fallen beispielsweise die Beleuchtung in den Klassenräumen sowie die Sicherheitsbeleuchtung.“

Doch allein mit der Beleuchtung ist es noch nicht getan. Mitte diesen Monats soll in Sachen Brandschutz nachgesteuert werden. Heißt: Brandschutzelemente gemäß den Brandschutzbestimmungen müssen verbaut werden. Obendrein brauchen die Räume einen frischen Anstrich. Auch Arbeiten am Fußboden sind geplant, erläutert der Pressesprecher.

Container wird aufgestellt

Nur die linke Gebäudehälfe der ehemaligen DDR-Kindertagesstätte genügen aber für den Schulbetrieb nicht. Daher sollen noch Container auf das große Außengelände gebracht werden. Hierzu steht aber noch die Feinplanung aus, informiert Andreas Köhler. Ende August, zwischen der 34. und 35. Kalenderwoche, sollen die Container zumindest aufgestellt werden.

Wenn die Sanierungsarbeiten in den beiden Grundschulen abgeschlossen sind und die Schüler zurück in ihre Bildungseinrichtungen können, geht es dem Mehrgenerationenhaus an die Substanz. Der rechte Gebäudeteil, in dem heute das Mehrgenerationenhaus samt Jugendtreff beheimatet ist, soll abrissen werden. Die Mitarbeiter, ihre Angebote und der Mittagstisch des Sonet (Soziales Netzwerk für Weltoffenheit und Toleranz) ziehen dann in die für den Unterricht zuvor sanierten Gebäudeteil. „Der Abriss des ungenutzten Traktes soll über das Programm Stadtumbau Ost gefördert werden“, so Köhler.