Salzwedel l Die Tage am Ausweichstandort für die Perver-Grundschüler sind gezählt. Noch eine Woche und die Kinder können wieder in ihrer eigentlichen Schule unterrichtet werden. Denn seit dem 27. August sind die Kinder gewissermaßen im Behlefsquatier auf dem Gelände des Mehrgenerationenhauses (MGH) an der Sonnenstraße im Wohngebiet Arendseer Straße. Grund dafür sind Renovierungsgsarbeiten in der Perver-Grundschule.

„Die Umbauten in der Perver-Grundschule sind in der Endphase“, informiert Stadtsprecher Andreas Köhler auf Anfrage. Nur noch einige Restarbeiten seien zu erledigen, bis Dezember oder spätestens Januar sei alles erledigt. Bei der Renovierung gehe es in erster Linie um Arbeiten an der Elektronik und Verbesserung von Brandschutz. Auch die digitale Versorgung soll auf Vordermann gebracht werden. Nach drei Monaten ist das meiste aber geschafft, so dass die Schüler wieder zurück können. Aus dem Rathaus heißt es dazu, dass die Perver-Grundschule in der 48. bis 49. Kalenderwoche zurückkehren kann. Schulleiterin Angela Ritter-Hundt ist da wesentlich konkreter. „Wir ziehen am Freitag und Sonnabend um“, verrät sie.

Lernen in alter Wirkungsstätte

Heißt: Am Montag, 30. November, findet der Unterricht wieder in alter Wirkungsstätte statt. Man müsse sich dann zwar bei den Restarbeiten mit so manchem Handwerker arrangieren, aber das sei kein Problem: „Wir freuen uns auf die Rückkehr.“

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Besonders spannend dürfte es für die Erstklässler werden. Denn die lernen erst am Montag ihre eigentliche Schule kennen, da sie nach der Einschulung direkt in das Ausweichquartier gekommen sind. „Das wird für sie wie ein Neuanfang“, blickt Angela Ritter-Hundt voraus, „für sie ist das MGH-Gelände die Schule.“

Aproprops MGH-Gelände. Hier hat die Schulleiterin aufgrund der Corona-Pandemie die Schüler klar getrennt. Zum einen, als dass die 3. und 4. Klassen im Block des MGH unterrichtet werden und die 1. und 2. Klassen in Containern. Zudem nutzen die unterschiedlichen Klassenstufen andere Ein- und Ausgänge. Auch in den großen Pausen auf dem Behelfsschulhof ist es unterteil. Die einen auf der Seite des Grundstückes, die anderen auf der Seite gegenüber.

Weitere Container geplant

Und darauf können sich auch die Schüler der Lessing-Grundschule einstellen. Denn nach den Weihnachtsferien ziehen sie in besagten Ausweichstandort. Dazu werden aufgrund der höheren Schülerzahl noch weitere Container aufgestellt, heißt es aus dem Rathaus der Hansestadt.

„In der Lessing-Grundschule liegen die Heizungsoptimierung, die Erneurerung der Frischwasserleitungen sowie die Lüftungsanlage für die Schulaula in der Endphase der Arbeiten“, erläutert Andreas Köhler zum Baufortschritt. Auch die Erneuerung der Fenster sei vor dem Abschluss. Aktuell werde noch an der Fassadensanierung mit Wäremedämmung und Sonnenschutz gearbeitet.

Handwerker haben viel vor

Wenn die Lessing-Schüler im MGH unterrichtet werden, packen die Handwerker noch einmal richtig zu. „Für 2021 stehen Dacharbeiten, der Aufbau der Photovoltaikanlage, die Elektroinstallation inklusive der technischen Möglichkeiten für digitale Versorgung“, an, heißt es dazu weiter aus dem städtischen Rathaus. Wichtig: Zudem soll ein barrierefreier in alle Etagen mit einem Fahrstuhl realisiert werden.

Was die ganze Sanierung in den beiden Schulen unterm Strich kostet und ob Mehrkosten entstanden sind, ist aus dem Rathaus (noch) nicht zu erfahren. Nur soviel: „Derzeit werden die Kosten in Absprache mit dem beauftragten Fachplaner zusammengestellt.“ Eine Schlussrechnung liege noch nicht vor.