Arendsee l Man kennt sich. Und so ist auch die Stimmung beim ersten gemeinsamen Schuljahreseingangs-Frühstück von Pädagoge und Schulleiter Thomas Schlicke und seinem Lehrerkollegium in der Arendseer „Wanderrast“ gelöst und von Lachen geprägt.

Vorher wurde es aber erst noch einmal fast feierlich: Aus den Händen von Referent Dr. Sören Messerschmidt vom Landesschulamt nahm Thomas Schlicke die offizielle Ernennungsurkunde in Empfang. Blumen gab es auch dazu. Ebenso den Dank an seine Stellvertreterin Birgit Blattner, die fast ein Jahr lang allein die Leitungsposition an der Fontaneschule innehatte. Jetzt ist sie froh, wieder einen Chef zu haben und einen kompetenten Kollegen als Leitungspartner an ihrer Seite.

Freude auf neue Herausforderung

„Ich freue mich auf die neue Herausforderung, die ich angenommen habe, weil mir mein Beruf Spaß macht“, begründete Thomas Schlicke seinen Schritt. Zu dem ihn nicht nur der Magdeburger Schulamtsreferent beglückwünschte, sondern auch seine Kollegen.

Mit ihnen hat er schon einmal zusammengearbeitet: 14 Jahre war Schlicke als Deutsch- und Sportlehrer an der Arendseer Bildungsstätte im Einsatz. Davor und danach zog es ihn nach Salzwedel: Frisch vom Lehrerstudium in Berlin ging er zunächst ein Jahr nach Mecklenburg-Vorpommern und danach für zwei Jahre an die Salzwedeler Heine- sowie Gorki- Schule. Und nach 14 Jahren Arendsee übernahm er für vier Jahre an der Lessingschule der Jeetzestadt die Vizeleitung neben Heike Herrmann als Chefin.

„Jetzt war die Zeit reif für eine erneute Veränderung und ich bin bereit dafür“, so Schlicke im Gespräch mit der Volksstimme. Es gehe ihm um eine attraktive Schule, an der er gemeinsam mit Lehrern, Schülern und Eltern arbeiten wolle.

Dafür bietet die Fontaneschule beste Voraussetzungen. „Es ist zwar mit 232 Schülern und 22 Kollegen eine relativ kleine Schule, aber eine sichere Bank“, schätzt Messerschmidt ein. Und mit einer Unterrichtsquote von 94,7 Prozent sehr gut aufgestellt. Woanders seien die Zeiten schwieriger angesichts Stundenausfall und Lehrerdefizit. „Denn entgegen den Wissenschaftler-Prognosen steigen gerade die Schülerzahlen wieder, auch in Sachsen-Anhalt.“ Trotzdem geht es Schlicke mit Kraft und Schwung an, unterstützt in seinem Engagement von ebenso engagierten Mitstreitern.

Entwicklungskonzept gibt Zielrichtung vor

Dafür sei ein neues Schulentwicklungskonzept in Arbeit. „Auf unserer ersten gemeinsamen Dienstberatung haben wir eine Steuerungsgruppe gebildet als Verbindungsglied zwischen Leitung und Kollegium“, sagt Schlicke. In dem Konzept habe man sich lang- und mittelfristige Ziele gesetzt. Ganz, ganz langfristig stehe ein Landesleistungszentrum Wassersport. Aber zunächst stehe die Förderung des selbständigen und freien Lernens an. Das werde vorbereitet und solle ab dem nächsten Schuljahr umgesetzt werden – mit Präsentation der Ergebnisse durch die Schüler. Außerdem solle ein digitales Notenheft eingeführt werden. „Damit können sich die Eltern jederzeit einen Überblick über den Leistungsstand ihres Nachwuchses verschaffen“, so Schlicke. Auch das diene der Förderung von Kommunikation zwischen Eltern und Lehrern. Und auch im Kollegium kommt es ihm auf eine gute Atmosphäre an, in der es sich gut arbeiten lässt.