Feuerwehreinsatz

Schwelbrand in Salzwedeler Wohnheim

In einer Einrichtung für geistig behinderte Menschen in Salzwedel schmort am Himmelfahrtsabend die Elektrik. Das Gebäude wird evakuiert. Es entsteht ein Sachschaden von rund 40000 Euro.

Evakuiertes CJD-Wohnheim Böddenstedter Weg: Dass es hier vorgestern Abend gebrannt hat, ist von außen nicht zu sehen.
Evakuiertes CJD-Wohnheim Böddenstedter Weg: Dass es hier vorgestern Abend gebrannt hat, ist von außen nicht zu sehen. Foto: Beate Achilles

Salzwedel - be

Im Elektroraum eines Wohnheims für Erwachsene mit geistiger Behinderung in Salzwedel brach am Himmelfahrtsabend um kurz nach 20 Uhr ein Schwelbrand aus. Die Einrichtung gehört zum CJD (Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands) Sachsen-Anhalt.

Als der Brand ausbrach, befanden sich 17 der 27 Bewohner in dem Gebäude. Sie konnten das Heim eigenständig verlassen. Die Feuerwehr brachte den Brand zügig unter Kontrolle. „Wir sind froh, wie gut die Evakuierung geklappt hat“, sagte Andreas Demuth, Leiter des CJD Sachsen-Anhalt, gegenüber der Volksstimme. „Nachdem die Feuermelder losgingen, fanden sich unsere Bewohner umgehend draußen auf dem Sammelplatz ein, genau wie sie es eingeübt hatten. Trotz der späten Stunde setzten sich Kolleginnen und Kollegen auch aus anderen Einrichtungen sofort in Bewegung, um bei der Evakuierung zu helfen.

Mitarbeiterin erleidet Rauchvergiftung

Innerhalb von anderthalb Stunden waren alle Bewohner wieder warm und trocken untergebracht - entweder bei ihren Familien oder in anderen Wohngruppen.“

Eine Mitarbeiterin erlitt eine leichte Rauchvergiftung, konnte aber am selben Abend aus dem Altmarkklinikum entlassen werden. Wann das Objekt wieder bewohnbar sein wird, war gestern noch unklar. „Anfang kommender Woche wird ein Gutachter den Schadensumfang feststellen und dann muss die Elektrik repariert werden. Wir hoffen, dass wir schnell einen Elektriker finden“, so Demuth. Wenn das gelingt, könnte das Haus in zwei Wochen wieder bewohnbar sein. Die Polizei ermittelt, geht aber von einem technischen Defekt aus. Der Sachschaden bezifferte sie auf etwa 40000 Euro.