Salzwedel l Der dreijährige Vladimir schaukelt gerne. Auch Wippen gehört auf seinem Spielplatz im Innenhof zwischen Perver Berg und Buchenallee zum Tagesprogramm. Doch weil es nur eine Schaukel im gesamten Wohngebiet gibt, hat der Dreijährige oft das Nachsehen.

„Die älteren Kinder verdrängen die jüngeren“, erklärt seine Mutter Maike Blech. Denn fast alle Kinder aus dem gesamten Wohngebiet Arendseer Straße würden sich auf dem kleinen Spielplatz tummeln. Grund: Auf dem großen Spielplatz Leißmühle, umgangssprachlich auch Abenteuerspielplatz genannt, fehlt es schlichtweg an Spielgeräten. „Die Seilbahn wurde abgebaut, zwei Schaukeln ebenso“, erzählt die Mutter. Das Areal gleicht mehr einer Parkanlage. Daher würden die Sprösslinge im Viertel den Spielplatz meiden, sagt Maike Blech.

Gerade in den Ferien ein Problem

„Es gibt hier im Wohngebiet sehr viele Kinder und die Spielgeräte reichen dafür nicht aus“, moniert sie. Gerade in den Sommerferien sei das Problem gravierend gewesen. „Wir haben im Innenhof Buchenallee kürzlich eine Schaukel als Ergänzung aufgestellt“, erklärt indes Christian Märtens, Chef der Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) der Stadt Salzwedel und damit Vermieter vieler Wohnungen. Zudem böte der Bolzplatz auf der Ecke Buchenallee und Hansestraße Raum zum Fußballspielen.

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Schlussendlich wartet aber auch der Wobau-Chef auf Signale der Stadtverwaltung, dass der Spielplatz Leißmühle wieder mit Angeboten statt Leere glänzt. „Ich würde mich freuen, wenn dort zeitnah wieder Spielgeräte in Betrieb genommen werden können“, so Märtens. Schließlich tragen ausreichende Spielplätze auch zur Lebensqualität im Wohnviertel bei.

Ersatz für die Leißmühle

Aufgrund der starken Nutzung des Spielplatzes Leißmühle habe sich das Erscheinungsbild über die Jahre verschlechtert, erklärt Stadtsprecher Andreas Köhler. Die bisherigen Spielgeräte seien aus Holz gewesen und sollen ersetzt werden – finanziert aus Leader-Mitteln. Unterm Strich sollen ein Sport- und zwei Spielbereiche auf dem Areal entstehen. „Der Sportbereich soll das vorhandene Fußball- sowie Basketballfeld umfassen.“

Die Spielbereiche sollen sich insofern unterscheiden, dass einer für Kleinkinder gedacht sei. „Dort soll eine kleinkindgerechte Krabbelspielkombination aufgebaut werden.“ Der zweite Spielbereich soll für ältere Kinder hergerichtet werden. „Dabei wird neben einer Spielkombination eine neue Doppelschaukel aufgestellt werden“, blickt der Stadtsprecher voraus. Integriert werden soll das vorhandene Reck. Die Tischtennisplatte soll zudem umgesetzt werden und in dem Bereich für die älteren Kinder installiert werden.

Summa summarum koste die Aufwertung des Spielplatzes 98.000 Euro, rechnet Köhler vor. Davon betragen die Eigenmittel der Hansestadt 19.600 Euro. Die Stadtverwaltung habe den entsprechenden Fördermittelantrag bereits gestellt. Noch aber stehe die Zusage aus.